Portfoliopraxis: asymmetrische Strategien

„Wie eine Jacke zum Schutz vor Regen“

Der dritte Vola-Day von Lupus alpha stand im Zeichen asymmetrischer Strategien in der Portfolio-Praxis. Was ist ihre Rolle? Sind sie auch unter Berücksichtigung von ESG-Aspekten realisierbar? Carolin Tsalkas vom HONESTAS Family Office und Andreas Künzel von der Bank im Bistum Essen im Gespräch mit Dr. Markus Zuber, Alexander Raviol und Michael Lichter von Lupus alpha.

2020 hat abermals gezeigt: Aktien bieten viele Chancen, die Ausschläge nach unten können aber auch heftig ausfallen. Investoren, die das Renditepotenzial von Aktien nutzen, gleichzeitig aber auch die Risiken nach unten begrenzen möchten, stoßen früher oder später auf das Thema asymmetrische Strategien. Über den Einsatz solcher Strategien in der Asset Allocation und wie diese mit ESG-Anforderungen zusammenpassen, ging es beim online stattfindenden 3. Lupus alpha Vola-Day am 7. Oktober.

Antwort auch auf „neue Welt der negativen Realzinsen“

Wie Alexander Raviol, CIO Alternative Solutions bei Lupus alpha, feststellte, sind die Herausforderungen für Investoren angesichts steigender Inflationsraten zuletzt nochmals größer geworden. „Wir befinden uns in einer Welt negativer Realzinsen“, bemerkte Raviol. Das betreffe selbst Hochzinsanleihen: „Fast 90 Prozent der US-High-Yield-Anleihen weisen negative Realrenditen auf – Aktien sind daher unverzichtbar.“ Investoren stehen damit jedoch vor einem Dilemma. Denn auch als Diversifikator taugen Anleihen nicht mehr, wie sich im Corona-Crash des vergangenen Jahres gezeigt hat. Wie können also die Renditepotenziale von Aktien genutzt werden, ohne definierte Risikobudgets zu überdehnen?

Mit Wertsicherungsstrategien ließen sich Aktienrenditen ins Portfolio holen, gleichzeitig aber Verluste potenziell begrenzen, erläuterte Raviol und erklärte, wie dies in der Strategie des Lupus alpha Return umgesetzt wird: über ein Basisportfolio mit kurzlaufenden Euro-Anleihen hoher Bonität und ein Derivateportfolio mit börsengehandelten Optionen auf weltweite Aktien. Damit partizipiert der Fonds neben der Aktienrendite auch von der Risikoprämie Volatilität und der aktiven Steuerung der Exponierung als dritte Renditequelle.   

„Die Wertuntergrenze unserer Strategie liegt bei 90 Prozent, in der Geschichte des 2007 aufgelegten Fonds wurde diese nie verletzt.“ [1] Auch ein Cash-Lock konnte selbst im Frühjahr 2020 verhindert werden – also die Umschichtung in risikolose aber auch weitgehend renditefreie Anlageklassen, um die Wertuntergrenze zu halten. Seit Auflegung kommt der Fonds auf eine jährliche Rendite von 3,08 Prozent bei einer Volatilität, die mit 4,89 Prozent deutlich unter der des MSCI World liegt.

„Manche mögen Heavy Metal, andere ruhige Ouvertüren“

Carolin Tsalkas, Geschäftsführerin des HONESTAS Family Office, erläuterte den Einsatz asymmetrischer Strategien in ihrem Haus. Für das Hamburger Family Office mit rund 3,6 Mrd. Euro Assets under Control hat der Kapitalerhalt nach Inflation oberste Priorität. „Ohne Vola wäre uns wohler“, machte es Tsalkas deutlich. Daher gehörten asymmetrische Strategien in die Asset Allocation – nicht für jeden, aber viele. „Manche Kunden mögen Heavy Metal, andere lieber eine ruhige Ouvertüre.“ Sie verglich asymmetrische Strategien mit einer Jacke, die das Family Office seinen Kunden zum Schutz gegen Regen anbiete. „Die kann man annehmen oder auch nicht.“

Asymmetrische Strategien sind bei HONESTAS Teil des Anlagespektrums, das von liquiden Anlagen wie Aktien und Anleihen über Immobilien, Beteiligungen an Schiffen etc. und Versicherungen bis hin zu Edelmetallen reicht. Zum Einsatz bringt HONESTAS asymmetrische Strategien zum Beispiel im Rahmen eines Spezialmandats für eine Familie, die für die Enkelkinder einen größeren Geldbetrag mit einer Zielrendite von 4 bis 6 Prozent langfristig anlegen möchte, bei einer Volatilität von 3 Prozent.

Derivate und ESG: ja, das geht

Dass eine optionsbasierte Wertsicherungsstrategie durchaus mit Nachhaltigkeit zu vereinbaren ist, machte Andreas Künzel, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Bank im Bistum Essen, deutlich. Er schilderte die Vielfalt der Umsetzungsmöglichkeiten einer ESG-Strategie: im Aktien- und Anleihenbereich etwa über den Dialog mit Unternehmen sowie Ausschlusskriterien, im Aktienbereich zusätzlich noch über die Stimmrechtsausübung, im Immobilienbereich über die Auswahl des Gebäudemanagements oder der Mieter. „Die Möglichkeiten sind groß und entwickeln sich immer weiter.“

Im Zusammenspiel haben Lupus alpha, die Bank im Bistum Essen und ein österreichischer Investor, ebenfalls aus dem kirchlichen Bereich, daher auch eine Nachhaltigkeitsversion der Wertsicherungsstrategie des Lupus alpha Return entwickelt, den Lupus alpha Sustainable Return. Ausgangspunkt waren die Anforderungen des FINANKO (Richtlinie Ethische Geldanlagen der Österreichischen Bischofskonferenz und der Ordensgemeinschaften Österreich). „Die wichtigsten Anforderungen waren bestimmte Ausschlüsse, etwa von Waffenherstellern und Tabakproduzenten, der Einsatz von Derivaten nur zu Absicherungszwecken sowie die aktive Ausübung von Stimmrechten bei gehaltenen Aktien“, wie Michael Lichter erläuterte, auf Seiten von Lupus alpha für die Fondskonzeption verantwortlich. Der Lupus alpha Sustainable Return erfülle alle diese strengen Kriterien. „Bei einem dem Lupus alpha Return sehr ähnlichen Profil hat der Lupus alpha Sustainable Return einen sehr guten ESG-Score auf Portfolio-Ebene“, stellte Lichter fest.

Bald dritter Lupus alpha Wertsicherungsfonds

Lupus alpha plant im Übrigen, neben dem Lupus alpha Return und dem Lupus alpha Sustainable Return noch einen weiteren Fonds mit Wertsicherungsstrategien aufzulegen. Die Strategie wird Lupus alpha Equity Protect heißen. Dessen Ziel soll sein, den MSCI World zu übertreffen, bei einem maximalen Drawdown von 25 Prozent. „Unabhängig davon können wir unsere asymmetrische Strategie aber immer auf die Bedürfnisse von Kunden zuschneiden, etwa im Hinblick auf die Wertuntergrenze“, machte Dr. Markus Zuber, CSO, Lupus alpha, deutlich.

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