Dividenden-Strategie


„Bei Ebbe zeigt sich, wer ohne Hosen dasteht“

 

Der Lupus alpha Dividend Champions „investiert in fundamental gut aufgestellte Small & Mid Cap-Unternehmen in ganz Europa, deren Geschäftsfeld und finanzielle Ausstattung einen stabilen Weg durch wirtschaftliche Krisen ebnen und die diese Stabilität in der Vergangenheit bereits bewiesen haben“. Das ist … 

 

… die Ausgangslage

 

Um solche Unternehmen zu finden, haben wir eine Reihe von Kriterien definiert, damit einzelne Titel überhaupt in die engere Auswahl kommen. Die wichtigsten sind: 

 

  • Stabile und regelmäßige Dividendenzahlungen auch in schwachen Konjunktur- und Kapitalmarktphasen
  • Maximaler Rückgang der Dividendenzahlungen in den vergangenen zehn Jahren: -15 %.
  • Seit mindestens fünf Jahren kontinuierlich jährliche Dividendenzahlungen
  • Maximaler Umsatzrückgang in den vergangenen zehn Jahren: -30 %

 

Die Anlagestrategie des Lupus alpha Dividend Champions besteht also nicht in der Erzielung einer bestimmten Dividendenrendite oder deren Maximierung. Entscheidend sind Historie und langfristige Kontinuität der Dividendenzahlungen. Die dahinterstehende Überzeugung: Unternehmen, die in der Lage sind, dauerhaft Dividenden aus dem Cashflow zu zahlen, lassen ein starkes Geschäftsmodell mit hoher Stressresistenz vermuten und sind in der Regel ökonomisch erfolgreicher als der breite Markt. 

Angesichts beinahe täglicher Meldungen über Dividendenkürzungen und -ausfälle ist die Frage nach dem Bestand dieser Strategie also naheliegend. Doch es gibt sie noch immer …

 

… die Zuverlässigen

 

Wenn wir aktuell unsere Positionen im Lupus alpha Dividend Champions und mögliche künftige Investmentkandidaten in Augenschein nehmen, finden wir selbst in der aktuellen Lage weiterhin zahlreiche Unternehmen, die ihre Dividende nicht über den von uns vorgegebenen Maximalwert von -15% hinaus reduzieren. Es finden sich weiterhin sehr viele solide finanzierte Unternehmen, die unverändert ihre Dividende bezahlen und uns sagen, dass sie keine Staatshilfe benötigen. 


Außerdem werden viele Hauptversammlungen verschoben. Deren Beschlüsse allerdings sind notwendig, um Dividenden ausschütten zu können. Sollte es allein deshalb zu verspäteten Ausschüttungen kommen, hat das auf unsere Einschätzung des Unternehmens keine Auswirkung. Doch in zahlreichen Fällen gilt es jetzt, genauer hinzusehen, denn es gibt auch …

 

… die Vorsichtigen

 

Wir haben mit zahlreichen Unternehmen gesprochen, die ihre bereits fest eingeplante Dividendenzahlung für 2019 zunächst halbieren möchten und sich auf der Hauptversammlung einräumen lassen, die zweite Hälfte je nach Wirtschaftslage im zweiten Halbjahr nachzuzahlen. Das sind fundamental gesunde Unternehmen, die ihre Dividende zahlen könnten, sie aber aus reiner Vorsicht verschieben, kürzen oder einbehalten. Ein echter „Dividend Champion“ wäre somit auch der, der kein Dividende zahlt, obwohl er es könnte. 


Andere Unternehmen kassieren die Ausschüttungen für das abgelaufene Geschäftsjahr, um die Liquiditätssituation für die nächsten Monate zu verbessern. Auch wenn Gesellschaftsrechtler die Rechtmäßigkeit eines solchen vorsorglichen Dividendeneinbehalts aktuell noch diskutieren, bleibt die primäre Frage, ob ein Dividendenverzicht angesichts der erwarteten Einnahmeausfälle betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, selbst wenn Unternehmen ausreichende finanzielle Polster haben. Aufgabe des Fondsmanagements wird es deshalb sein, bei solchen Unternehmen die Geschäftslage noch kritischer zu untersuchen.


Ähnlich gelagert ist der Fall, wenn gesunde Unternehmen die Dividendenkürzung aufgrund politischen Drucks vornehmen. Sollte es tatsächlich zu einem gesetzlich vorgeschriebenen Einbehalten von Dividenden kommen, könnten wir in der Systematik für 2020 eine Ausnahme machen, wenn die Dividende im Jahr 2021 entweder nachgeholt wird oder zumindest wieder in Höhe des vorletzten Jahres wieder ausgezahlt wird. Ähnliches gilt für …

 

… die Regulierten

 

Europaweit gibt es die Empfehlung von Aufsichtsbehörden an Banken und Versicherer, auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verzichten, um die Eigenmittelausstattung der Finanzwirtschaft zu bewahren. Hier sollte jedoch eine klare Differenzierung der individuellen Situation von Liquidität und Risikotragfähigkeit berücksichtigt werden. Zahlreiche europäische Finanzunternehmen wären nach wie vor in der Lage, trotz Ausschüttungen eine ausgezeichnete Eigenmittelsituation und deren zukünftigen Entwicklung zu gewährleisten.


In diesem Zusammenhang erscheint es überdies sehr nachvollziehbar, den Unternehmen, die aufgrund der Krise auf finanzielle Staatshilfen angewiesen sind oder den Aufschub ihrer Steuer- oder Sozialabgaben beantragen, Dividendenausschüttungen zu untersagen. Jedoch ist in einem europäisch ausgerichteten Fonds immer zu berücksichtigen, dass Staatshilfen in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich behandelt werden. Kaum Ermessensspielraum hingegen geben … 

 

… die Wackler

 

Die Herausforderung derzeit liegt also darin zu unterscheiden, ob eine Dividendenkürzung aufgrund politischen Drucks, aus kaufmännischer Vorsicht oder aufgrund einer einbrechenden Ertragslage vorgenommen wird. Denn trifft letzteres zu, dann können auch künftige Dividenden gefährdet sein. 


Der Lupus alpha Dividend Champions wurde bereits 2012 aufgelegt. Seine strengen Dividendenkriterien wurden also schon im Konjunktureinbruch nach Ausbruch der Lehman Krise in den Jahren 2008/09 berücksichtigt und streng angewandt. Auch damals gab es einige Unternehmen, die ihre Dividende über das gesetzte Limit hinaus gekürzt haben und erst durch die Zehnjahresbetrachtung wieder in die Auswahl gekommen sind. Natürlich werden auch jetzt einige Unternehmen durch das Raster fallen. 

 

Eine Strategie mit Krisen-Erfahrung

 

Aktuell besteht für das Portfoliomanagement des Lupus alpha Dividend Champions kein Handlungsbedarf, an seiner Strategie etwas zu verändern. Wir sehen Dividenden weiterhin als Nachweis ökonomischer Leistungsfähigkeit. Sollten Dividendenzahlungen jedoch untersagt werden, müssen wir prüfen, welche Faktoren die ökonomische Leistungsfähigkeit noch anzeigen können. Die Unternehmensauswahl wird letztlich aber die gleiche sein:


Wir suchen Unternehmen, die auf Basis der fundamentalen Qualität besser durch eine ökonomische Krise kommen als der Gesamtmarkt. Das heißt nicht, dass diese Aktien immer besser performen müssen, sondern dass sie eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit haben. 


Natürlich werden wir die weitere Diskussion genau beobachten und im Bedarfsfall behutsame Anpassungen im Investmentprozess vornehmen. Das geschieht jedoch nicht auf Basis von Diskussionen oder Vermutungen, sondern einzig auf einer soliden Faktenlage. Aktuell halten wir an unserem Prozess und den Kriterien fest, die sich auch in der Vergangenheit sehr bewährt haben.

 

Lupus alpha Dividend Champions C – Performance bis 16.04.2020

 

Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Quelle: Bloomberg, Lupus alpha; Stand: 16.04.2020

 

Sprechen Sie mit uns über Ihre Ziele. Wir erarbeiten mit Ihnen einen passgenauen Zugang zu dieser attraktiven Anlageklasse. Für weitere Informationen oder persönliche Gespräche steht Ihnen unser erfahrenes Clients & Markets-Team jederzeit zur Verfügung: Tel. +49 69 365058-7000.

 

 

 

 

 

 

 

Dividenden mit Small & Mid Caps

 

Lupus alpha Dividend Champions C

 

Dividendenstrategien beschränken sich in der Regel auf Large Caps. Mit diesem Fonds kombinieren Investoren dagegen die potenzielle Outperformance des Small & Mid Cap-Marktes mit den Vorteilen einer Dividendenstrategie.

 

Erfahrener Fondsmanager

 

Fondsmanager Marcus Ratz ist Partner bei Lupus alpha und seit 2001 im Unternehmen tätig. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Asset Management von Small & Mid Caps.