Rückblick Roadshow


Aufholjagd der zweiten Reihe

 

Small- und Mid Caps hinken seit Oktober 2018 den großkapitalisierten Aktien deutlich hinterher. Ist es das jetzt gewesen mit der Werten aus der zweiten Reihe? Keineswegs, berichtete Björn Glück auf seiner Roadshow „Volatile Zeiten sind Chancenzeiten“, die ihn im November durch acht Städte zwischen Hamburg und München mit über 120 Teilnehmern führte. Aufschlussreich waren seine Einblicke in die Mechanismen der schwachen Marktphase – und warum genau diese jetzt auch die Aufholjagd eingeleitet haben. 

Ein Blick zurück: In den vergangenen 10 Jahren haben deutsche Large Caps auf Indexebene durchschnittlich 9 % p.a. zugelegt, bei Small Caps waren es rund 14 %. Noch besser sieht die Bilanz der Nebenwerte aus, wenn man das mit aktivem Management erzielte Alpha einbezieht: Über 10 Jahre hat der Lupus alpha Smaller German Champions seinen Vergleichsindex mit 329,4 % zu 272,7 % geschlagen. Das sind über 55 Prozentpunkte Mehrrendite, auch, weil hier der Zinseszinseffekt wirkt.

Natürlich ist diese Entwicklung keine Einbahnstraße, wie für Aktien typisch hat es immer wieder Rückschläge gegeben. Der Einbruch 2018 aber war bemerkenswert: „Im ersten Quartal 2018 waren die Einkaufsmanagerindizes noch top“, erinnert sich Björn Glück. „Doch im März, April kam es zu einem Bruch in der Marktstruktur, und wir kamen in eine Phase, in der Stockpicking nicht mehr möglich war.“ Seit einigen Wochen sieht Glück den Wendepunkt gekommen. Und das aus so ziemlich denselben Gründen, die ursprünglich zum Einbruch geführt haben. 

 

Die Bremsen haben sich gelöst 

 

Erstens: Mit Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China gewann an den Märkten eine Top-down-Betrachtung die Oberhand. Björn Glück: „Investoren haben Deutschland 2018 als Derivat von China behandelt und sind in deutschen Aktien pauschal short gegangen. Small und Mid Caps waren besonders betroffen.“ Deutsche Aktien als solches wurden insbesondere für Short-Selling-Fonds zum Zielobjekt, weil Deutschland als Exportland aus Top-down-Sicht besonders unter Handelskonflikten leidet. Das hat in besonderem Maß Chemie-, Maschinenbau- und Autotitel getroffen. Stockpicking wird in einem solchen Markt nicht angewandt, Unternehmensspezifika finden keine Beachtung mehr. 

Wendepunkt: Ein solcher Markt birgt die Chance eines sogenannten Short-Squeeze, sobald sich die Fundamentaldaten wieder durchsetzen. Bedeutet: Die auf fallende Kurse setzenden Leerverkäufer sind gezwungen, die betreffenden Aktien zurückzukaufen. Diese Aussicht spricht für aktive Fonds. „Genau das dürfte früher oder später passieren“, sagt Glück. „Zumal der Wendepunkt fundamental gesehen schon vor ein paar Wochen gekommen ist.“

Zweitens: Vor allem faktorbasierte ETFs mit ihren systematischen Ansätzen hatten einen extrem trendverstärkenden Einfluss auf das Marktgeschehen ohne Differenzierung der fundamentalen Lage einzelner Aktien. Darüber hinaus sind viele defensive Investoren wie zum Beispiel Versicherungen in den vergangenen Jahren verstärkt in so genannte Bond-Proxy-Aktien gegangen. Das war einer der Gründe, warum Growth-Aktien so viel besser gelaufen sind als Value-Aktien.

Wendepunkt: In der Konsequenz ist der Performance-Unterschied zwischen Growth-Titeln und Value-Titel grotesk hoch. Glück: „Irgendwann muss auch hier eine Normalisierung stattfinden.“ Und dieser Punkt scheint erreicht zu sein, denn: „Jetzt schließt sich diese Lücke wieder. Viele Beobachter sagen, Value wird jetzt zum Gewinner-Faktor.“

 

Der Markt steht vor einer Rotation in Value-Titel

 

Quelle: Factset, Datastream, Worldscope, Goldman Sachs Global Investment Research

Drittens: Wenn die Märkte fallen, gehen viele institutionelle Investoren beinahe reflexartig raus aus Small Caps, und Micro Caps werden sogar komplett liegengelassen. Deshalb fallen alle Werte in diesem Segment undifferenziert und hinken den Large Caps hinterher. Die Gegenbewegung in 2019 erfolgte dann zunächst überwiegend über die „großen“ Werte.

Wendepunkt: Diese pauschale Risikoaversion wird sich, wie immer nach solchen Phasen, wieder normalisieren. „Schon jetzt wird wieder stärker zwischen einzelnen Aktien differenziert – die Stockpicker-Zeit kehrt zurück, unterbewertete Aktien holen auf“, beobachtet Glück.

 

Der Abgesang ist vertagt 

 

Es scheint mitunter auch schick geworden zu sein, einen Abgesang auf die deutsche Industrie anzustimmen. Mittelstandsexperte Glück hat eine ganz andere Sicht auf die Dinge: „Für die deutsche Industrie ist die Messe noch lange nicht gesungen.“ So wären viele Automobilzulieferer nach seiner Einschätzung weit weniger von einer möglichen Krise der deutschen Automobilbauer betroffen als man glaubt. Einem Lieferanten von Lackieranlagen zum Beispiel sei es egal, ob er seine Maschinen an einen US-Elektroauto-Pionier oder an einen deutschen Traditionskonzern liefert. Oder das Thema neue Antriebe: „Schon bald werden die ersten LKW mit Brennstoffzellen ausgerüstet. Auch davon werden deutsche Automobilzulieferer profitieren.“

Selbst der Wandel Chinas von der Werkbank der Welt zu einem Produzenten von Industriegütern sieht Glück gelassen entgegen: „Andere Länder holen auf und stehen schon in den Startlöchern, um zu den neuen Werkbänken der Welt zu werden. Und dann brauchen sie Ausrüstungsinvestitionen.“ Doch auch kurzfristig hat sich die Lage aufgehellt. Die Einkaufsmanagerindizes haben sich auf niedrigem Niveau stabilisiert, was sie immer tun, bevor sie wieder steigen. Und aus seinen vielen persönlichen Gesprächen mit Unternehmern kann Glück seit einiger Zeit mitnehmen: „Die Stimmung hellt sich wieder auf.“

 

Das Makro-Bild wird klarer 

 

So, wie es in erster Linie global-gesamtwirtschaftliche Faktoren waren, die das Sentiment an den Börsen nachhaltig beeinträchtigt haben, so sind es letztlich dieselben Themen, deren Entspannung es den Märkten ermöglicht, sich wieder den Fundamentaldaten zuzuwenden:

Der Handelskonflikt scheint seinen Zenit überschritten zu haben, denn Donald Trump selbst hat ihn mit seiner neuen Strategie der kleinen Schritte entschärft. „Sobald sich die Handelsbeziehungen normalisieren, ist China sofort wieder bereit, zu investieren“ sagt Glück. „Für China ist die Automobilindustrie ebenso wichtig wie für Deutschland. Sobald China wieder die Wirtschaft stimuliert, wird es auch für deutsche Autos aufwärts gehen.“

Der Brexit wird bald Realität, und alle Marktteilnehmer werden aufatmen. Glück: „Hauptsache, es ist vom Tisch.“

Die EZB wird weiter unterstützend für die Märkte wirken – und die FED ebenso. 

Ein weiterer Grund spricht für Small & Mid Caps: Auf 12-Monats-Sicht zeigte der SDAX zwar eine Underperformance gegenüber DAX und MDAX. Der MDAX seinerseits hinkte dem DAX hinterher. Doch: „Solche Phasen dauern üblicherweise nicht lange an – allein schon diese Erfahrung spricht für die Asset-Klasse an sich“, sagt Glück. Der Lupus alpha Smaller German Champions halte zudem signifikante Positionen in Aktien noch unterhalb des SDAX-Spektrums. Auch sie holen üblicherweise überproportional wieder auf, sobald die Risiko-Aversion auf ein normales Maß zurückkehrt. Investoren können daran teilhaben: Im 3-Jahres-Vergleich mit anderen Nebenwertefonds hat der Lupus alpha Smaller German Champions das mit Abstand beste Ergebnis erzielt.

 

Small & Mid Caps setzen zur Aufholjagd an

 

Quelle: Bloomberg

Deutsche Small & Mid Caps kommen wieder, weil …

 

  • die überzogene Risikoaversion wieder abnimmt,
  • die Märkte von einer Top-down Betrachtung zu einer Fundamental-Orientierung zurückkehren,
  • sich daraus ein gutes Stockpicking-Umfeld für die nächsten Jahre ergibt,
  • mittelständische Unternehmen sich eine globale Führungsposition im laufenden Strukturwandel erobert haben (Klima, Digitalisierung, Mobilität),
  • deshalb auch die Marke „Made in Germany“ wiedererstarkt.

 

„Schon jetzt wird wieder stärker zwischen einzelnen Aktien differenziert – die Stockpicker-Zeit kehrt zurück“

 

 

Björn Glück, Lead Portfolio Manager

 



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Lupus alpha Smaller German Champions

 


 

 

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Hidden Champions – verborgene Sieger

 

Lupus alpha Smaller German Champions

WKN: 940640, ISIN: LU0129233507

 

Investiert in deutsche Small & Mid Caps und somit in den deutschen Mittelstand

 

Zweite Reihe – Erste Wahl

 

Lupus alpha Smaller German Champions

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Portfolio Manager

 

 

Björn Glück, CFA

Portfolio Management Small & Mid Caps Deutschland

Björn Glück ist seit 2005 im Portfolio Management bei Lupus alpha tätig und spezialisiert auf das Segment Deutsche Nebenwerte. Seit 2013 ist er für das strategische Management des Lupus alpha Smaller German Champions verantwortlich. Während des Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt war er als Werkstudent bei der BCA AG und Goldman Sachs tätig. Zuvor hat Björn Glück eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank abgeschlossen.