Lupus alpha All Opportunities Fund

„Die risikoreduzierte Aktienstrategie ist erheblich defensiver als Long-only.“

So sehr die humanitäre Katastrophe in der Ukraine unsere Aufmerksamkeit bindet und unser Mitgefühl weckt: Es bleibt die Verantwortung des Vermögensberaters, seinen Kunden in Zeiten höchster Unsicherheit zur Seite zu stehen. Für Anleger, die in Aktien investiert bleiben wollen, ohne das volle Marktrisiko zu tragen, sollte die risikoreduzierte Aktienstrategie des Lupus alpha All Opportunities Fund eine denkbare Lösung sein. Portfolio Manager Franz Führer erläutert seine Strategie, die jüngst zum 9. Mal in Folge mit dem €uro Funds Award ausgezeichnet worden ist.

Angesichts der schrecklichen Kriegslage in der Ukraine sind die Volatilitäten stark gestiegen und die Börsen stehen unter Druck, gerade auch die europäischen. Die Sanktionen gegen Russland sind in Form extrem steigender Energiepreise spürbar; wieder stehen Bänder still, weil Lieferketten gestört sind; und ob die Notenbanken an der verbal bereits eingeleiteten Zinswende festhalten, ist unklar. Erste Unternehmen spüren bereits unmittelbare Auswirkungen auf ihr Geschäft, und auch die mittelbaren Folgen auf die Weltwirtschaft lassen sich nicht vollumfänglich abschätzen.

Franz Führer, wie hält sich der Lupus alpha All Opportunities Fund in diesem Umfeld?

 

Führer: Die Investmentstrategie des Fonds ist erheblich defensiver als bei reinen Long-only-Fonds. Er verfolgt eher ein absolutes Ertragsziel und soll gerade dann, wenn die Märkte stark unter Druck geraten, weniger verlieren als reine Aktieninvestments. Diesen Charakter konnte der Fonds zuletzt wieder unter Beweis stellen. Seine Absicherungskomponenten haben dazu geführt, dass er in den vergangenen Wochen deutlich weniger verloren hat als reine Aktienfonds.

 

Wie wichtig sind Russland und die Ukraine für die Wirtschaft, aber auch für Ihre Strategie?

 

Führer: Über die hohe Abhängigkeit von russischem Öl und Gas ist die gesamte Wirtschaft in Deutschland und Europa betroffen. Andererseits haben deutsche Firmen zurzeit nur einen durchschnittlichen Umsatzanteil von unter drei Prozent in Russland und weniger als einem Prozent in der Ukraine. Aber auch wenn die gesamtwirtschaftliche Bedeutung Russlands und der Ukraine als eher gering bewertet werden kann, sind vereinzelt Unternehmen mit größeren Umsatzanteilen in Russland oder in der Ukraine stärker betroffen. Im Lupus alpha All Opportunities Fund hatten und haben wir keine russischen oder ukrainischen Aktien.

 

Sie verfolgen eine „risikoreduzierte Aktienstrategie“. Was verstehen Sie darunter?

 

Führer: Ich umschreibe die Strategie auch gerne als „Long-Investment plus“. Mit diesem Ansatz bekommt der Anleger zwar ein gewisses Markt-Exposure, also Beta, zugleich vermeidet er aber das volle Marktrisiko. Über die vielen Jahre hat sich ein langfristig durchschnittliches Netto-Exposure von 30% bis 40% ergeben. Dazu nutzen wir Long- und Short-Positionen sowie zur Absicherung einen Future. So lässt sich das Exposure des Gesamtportfolios justieren, indem man bei Bedarf mehr oder weniger Marktrisiko aus dem Portfolio herausnimmt. In Summe wird eine Absicherung nach unten erreicht und damit verbunden eine, wenn auch gebremste, Teilhabe an steigenden Kursen.

 

Wie drückt sich das „risikoreduziert“ in Kennzahlen aus?

 

Führer: Konkret bedeutet das eine niedrige Korrelation mit dem breiten Aktienmarkt, weniger Volatilität und vor allem weit weniger ausgeprägte Drawdowns. Unser Maximalverlust zum Beispiel während der Corona-Krise im März 2020 lag bei rund 22%. Zum Vergleich: Der EuroStoxx TMI Small Return oder der Euro Stoxx 50 Return verloren jeweils etwa 38%. Und während der Finanzkrise 2008 erreichte unser Maximalverlust rund 20%, während die beiden genannten Indizes jeweils mehr als 50% abgaben.

 

Und wie unterscheidet sich der Ansatz zu anderen risikoreduzierten Anlagestrategien?

 

Führer: Der Unterschied liegt in der schnellen Erholung nach Markteinbrüchen. Andere Strategien gehen mit hohem Aktien-Exposure in die Krise und partizipieren nur gebremst an der anschließenden Erholung. Wir machen es umgekehrt. Als sich der Markt in diesem Jahr eingetrübt hat, haben wir das Aktien-Exposure früh an den unteren Rand seiner Bandbreite gesenkt. Als der Markt ins Rutschen kam,  konnten wir neue Firmen zukaufen und so das Aktien-Exposure wieder in die Mitte der Bandbreite anheben. Denn aus Krisen ergeben sich neue Chancen: Geschäftsmodelle kommen unter Druck, einigen Firmen gelingt es, sich schnell anzupassen, andere profitieren von strukturellen Veränderungen. Daraus ergeben sich Kaufgelegenheiten, die wir aktiv suchen und nutzen. Der historische Verlauf belegt, dass der Fonds mit dieser Strategie nach Krisen meist schneller an alte Höchststände anschließen konnte als der Markt.

 

Krisenfest: Geringere Verluste und schnellere Erholung1

Die Märkte werden derzeit doch eher von den Nachrichten aus der Ukraine beherrscht …

 

Führer: Das stimmt, die aktuelle Marktsituation wird leider durch den unsäglichen Krieg in der Ukraine und seine möglichen Folgen für Europa und die Welt beherrscht. Es dominieren makrogetriebene Entscheidungen, während fundamentale Gesichtspunkte zu einzelnen Aktien in den Hintergrund treten. Für aktive Manager bedeutet dies, dass es kurzfristig zu Underperformance kommen kann. Das ändert aber nichts daran, dass sich die Krise sehr unterschiedlich auf Unternehmen auswirkt. Deshalb ergeben sich gerade in solchen Marktphasen viele interessante Chancen für aktive Stock Picker.

 

Was hat es mit den Short-Positionen auf sich?

 

Führer: Einem stark fallenden Marktmomentum können sich auch die besten Unternehmen nur bedingt entziehen. Diese Abhängigkeit vom Gesamtmarktsentiment einer Long-only-Strategie lässt sich wesentlich verringern, wenn zusätzlich die Möglichkeit besteht, Short-Positionen einzugehen. Im Zuge unseres Researchs ergeben sich immer wieder Opportunitäten, die sich innerhalb einer Long-only-Strategie nicht umsetzen lassen, zum Beispiel dann, wenn wir ein Unternehmen für überbewertet halten. Erlaubt die Strategie Short-Positionen, erweitert das den Handlungsspielraum des Portfolio Managers deutlich – das Kapital wird dynamisch in die besten Opportunitäten investiert. Das schließt selbstverständlich auch langfristig angelegte Long-Investments mit ein, nicht umsonst ist es eine „Long-Investment plus“-Strategie.

 

Und wie tragen Short-Positionen dazu bei, das Marktrisiko im Fonds zu verringern?

 

Führer: Dafür eignen sich unter anderem so genannte Pair-Trades, bei denen wir in eine Aktie long investieren und in eine weitere Aktie short. So eliminieren wir in diesem Aktienpaar das Marktrisiko und profitieren allein von der Investmentidee. Zum Beispiel, wenn eine neue Technologie eine alte ablöst. Dann shorten wir das Unternehmen mit der mutmaßlichen „Verlierer-Technologie“. Oder wenn in einem engen Markt ein aussichtsreicher Konkurrent mit hohen Produktionskapazitäten den Platzhirsch herausfordert – der Platzhirsch kommt short ins Portfolio, der Newcomer long. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Auch Sondersituationen wie Übernahmen, Nachbesserungen von Übernahmeangeboten, Squeeze-outs, Ertragsüberraschungen, Gewinnwarnungen und vieles mehr können Anlässe für Long- und Shortinvestments oder Pair Trades sein.

 

Erhöht der Fokus auf europäische Small & Mid Caps das Portfoliorisiko?

 

Führer: In unserer Studie „Small & Mid Caps: Die besseren Krisentitel“ haben wir nachgewiesen, dass dem nicht so ist. Im Vergleich zu Standardwerten bieten Nebenwerte höhere Renditeerwartungen bei niedrigerer Volatilität. Außerdem erholen sie sich nach Marktkrisen häufig schneller. Der Fokus auf europäische Small & Mid Caps hebt vielmehr die Chance auf Alpha. Das Segment setzt sich aus einer Vielzahl wettbewerbsstarker Unternehmen mit einer hohen Vielfalt an Geschäftsmodellen zusammen. Hier finden sich viele Weltmarktführer, deren Positionen häufig mit einer gewissen Marktdominanz, einer hohen Preissetzungsmacht und damit verbunden hohen Margen einhergeht. Außerdem zeichnet sich der Markt durch eine vergleichsweise niedrige Markttransparenz aus – für aktive Manager das ideale Umfeld, um mit Spezial-Know-how und Nischenwissen Alpha-Potenzial zu heben.

 

Wäre es nicht trotz allem besser, zunächst an der Seitenlinie auf bessere Zeiten zu warten?

 

Führer: Das ist keine gute Idee. Es lohnt sich mehr für Investoren, durchgehend im Markt zu sein. Denn die besten zehn Handelstage machen die Jahresperformance an der Börse aus. 2021 zum Beispiel lag die Rendite des MDAX inklusive seiner besten zehn Tage bei 13,48 %; ohne bei negativen 4,51 %. Und 2020 schloss der Index inklusive der besten zehn Tage bei 8,77 %; ohne mit einem Minus von 24,93 % ab. Anleger sollten der Versuchung widerstehen, auf den perfekten Zeitpunkt zum Ein- oder Ausstieg zu warten. Es gilt die bewährte Börsenweisheit „Time in the Market ist besser als Timing the Market“.

 

Die angegebene Wertentwicklung bezieht sich auf den Lupus alpha All Opportunities Fund C. Auflage am 21. Januar 2008. Wertentwicklung von 28.02.2019 bis 28.02.2022: 3,92% p.a. bei einer Volatilität von 8,69% p.a. Entwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für künftige Ergebnisse. Wertentwicklung (brutto) über 12-Monats-Berichtszeiträume: 28.02.2021 - 28.02.2022: -0,40%, 28.02.2020 - 28.02.2021: 19,33%,  28.02.2019 - 28.02.2020: -7,26%. 

Bruttowertentwicklung (BVI-Methode): Die Bruttowertentwicklung berücksichtigt bereits alle auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. Verwaltungsvergütung) und geht von einer Wiederanlage eventueller Ausschüttungen aus. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten wie Ausgabeaufschlag und Depotkosten sind nicht berücksichtigt. Sofern nicht anders angegeben entsprechen alle dargestellten Wertentwicklungen der Bruttowertentwicklung. Bitte beachten Sie: Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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