Zusammenfassung
Der Fonds verwaltet aktiv ein Portfolio europäischer Collateral Loan Obligations (CLOs) und investiert dabei ausschließlich in Tranchen mit einem Investment-Grade-Rating. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der Offenlegungsverordnung (EU) 2019/2088 („SFDR“), verpflichtet sich jedoch zu keinem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen im Sinne des Artikels 2(17) oder im Sinne der EU-Taxonomie. Bei der Auswahl der CLOs werden Umwelt-, Sozial- und Governance-(ESG)-Merkmale über drei Komponenten berücksichtigt: (1) Integration von E- und S-Scores, die das Exposure der CLO-Transaktionen gegenüber ökologischen und sozialen Risiken bewerten, (2) interne Good-Governance-Prüfung der CLO-Manager sowie (3) interne CLO-Prospektanalyse im Hinblick auf den Ausschluss kontroverser Geschäftstätigkeiten.
Im Austausch mit den CLO-Managern thematisieren die Portfolio Manager auch Ansätze zur ESG-Integration bei der Auswahl der zugrundeliegenden Emittenten.
Die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten im privaten Kapitalmarkt bleibt eine Herausforderung. Lupus alpha hat Prozesse zur Qualitätsprüfung implementiert und arbeitet aktiv mit Datenanbietern zusammen, um Datenverfügbarkeit und -qualität zu überwachen und den Ansatz bei Bedarf anzupassen. Nachhaltigkeitsaspekte sind fest in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung der Anlagen integriert, um die Erfüllung der beworbenen Merkmale sicherzustellen.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Darüber hinaus besteht keine Verpflichtung zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen.
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Der Fonds investiert mindestens 51% seines Vermögens in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente, die die beworbenen ESG-Merkmale erfüllen.
ESG-Merkmale für CLOs:
1. Berücksichtigung externer E- und S-Scores:
Die E- und S-Scores vom externen Datenanbieter bewerten das ökologische bzw. soziale Risiko der im CLO-Portfolio enthaltenen Unternehmenskredite und werden auf Transaktionsebene aggregiert. Die Skala reicht von 1 bis 5, wobei höhere Werte ein höheres Risiko signalisieren. Damit eine Investition die ESG-Merkmale erfüllen kann, müssen die folgenden Grenzwerte eingehalten werden:
- E-Score < 3
- S-Score < 4
Ein E-Score von 3 bedeutet, dass das Kreditrisiko im Zusammenhang mit ökologischen Faktoren als moderat einzustufen ist. Zwar haben die Emittenten möglicherweise Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen, diese sind jedoch nicht ausreichend materiell, um das ökologische Risiko vollständig zu eliminieren.
Ein S-Score von 4 sagt aus, dass das Kreditrisiko im Zusammenhang mit sozialen Faktoren als hoch einzustufen ist. Zwar haben die Emittenten möglicherweise Maßnahmen zur Risikoreduzierung ergriffen, diese haben aber nur begrenzte Auswirkungen auf die Risiken.
2. Berücksichtigung von Governance-Risiken: Die CLO-Manager müssen eine initiale und regelmäßige Due-Diligence-Prüfung durch das Portfolio-Management erfolgreich bestehen. Das ist essentiell, da der CLO-Manager als zentrale operative Instanz des SPVs (Special Purpose Vehicle) für die Umsetzung und Einhaltung der vertraglich definierten Kontroll- und Steuerungsmechanismen verantwortlich ist.
3. Berücksichtigung von kontroversen Geschäftstätigkeiten: Vor einer Investition führt das Portfolio-Management eine sorgfältige Prospektanalyse durch. Investitionen in CLOs aus Emissionen ab 2021 erfüllen nur dann die ESG-Merkmale, wenn sie – neben der Einhaltung der oben beschriebenen Kriterien – folgende Ausschlüsse in ihren Prospekten vorweisen:
- Bezug zu kontroversen Waffen
- Verstöße gegen die UNGC-Grundsätze und / oder gegen die OECD-Leitsätze
- Berücksichtigung von Tabak anhand mindestens eines der folgenden Kriterien:
- Jegliche Beteiligung an der Tabakproduktion
- Einstufung als „Tabak“ gemäß dem S&P Global Industry Classification Standard (GICS)
- Umsatz aus dem Verkauf von Tabak oder Tabakprodukten > 5%
Bei älteren Emissionen (vor 2021) werden die Prospekte ebenfalls auf entsprechende Ausschlüsse geprüft und das Ergebnis festgehalten; das Vorhandensein der Ausschlüsse ist jedoch keine zwingende Voraussetzung für die Einhaltung der beworbenen ESG-Merkmale. Hintergrund ist, dass ESG-relevante Formulierungen in Prospekten erst in den letzten Jahren – bedingt durch zunehmende regulatorische Anforderungen und Marktentwicklungen – an Bedeutung gewonnen haben. Eine Steuerung anhand der ESG-Sprache in Prospekten ist daher erst für neuere Emissionen sinnvoll.
ESG-Merkmale für Wertpapiere und Geldmarktinstrumente außerhalb von CLOs:
Tätigt der Fonds Investitionen in Wertpapiere oder Geldmarktinstrumente außerhalb von CLOs, so werden diese ebenfalls auf ESG-Merkmale geprüft. Handelt es sich bei den Emittenten um Unternehmen, erfolgt eine Prüfung auf Ausschlüsse in kontroversen Geschäftsbereichen gemäß den oben beschriebenen Kriterien (d.h., kontroverse Waffen, UNGC-Grundsätze, Tabak). Bei staatlichen Emittenten gilt: Staaten, gegen die Sanktionen der Europäischen Union verhängt wurden, sind vom Investment ausgeschlossen.
Anlagestrategie
Der Fonds verwaltet aktiv ein Portfolio europäischer CLOs und investiert dabei ausschließlich in Tranchen mit einem Investment-Grade-Rating. Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst die Anlagestrategie die folgenden Elemente:
- Negativ-Screening-Prozess: Vor jeder Investition sowie fortlaufend anhand der jeweils aktuellsten monatlichen Daten werden die E- und S-Scores einer CLO-Transaktion geprüft. Sollte der Fonds in Wertpapiere oder Geldmarktinstrumente außerhalb von CLOs investieren, werden die Emittenten ebenfalls anhand eines Negativ-Screenings auf ESG-Ausschlusskriterien geprüft (siehe auch Abschnitt ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts).
- Interne Due-Diligence-Prüfung: Die Portfolio Manager prüfen die Güte der Governance der CLO-Manager im Rahmen von regelmäßigen Gesprächen. Die Ergebnisse werden intern dokumentiert.
- Interne Prospektanalyse: Vor einer Investition analysieren die Portfolio Manager die Prospekte der CLO-Transaktionen und prüfen das Vorhandensein der relevanten ESG-Ausschlusskriterien (siehe auch Abschnitt ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts). Sind diese nicht enthalten, nehmen die Portfolio Manager bei Bedarf direkten Kontakt zu den CLO-Managern auf, um eine mögliche Aufnahme zu erörtern. Eine Durchschau auf Emittentenebene erfolgt nicht, da die Datenabdeckung hierfür nach wie vor unzureichend ist.
Um die Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung zu bewerten, setzen Portfolio Manager gezielt bei den CLO-Managern an, da Governance-Risiken bei Investitionen in CLOs primär durch den CLO-Manager determiniert werden.
Weiterführende Details sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Es wird angestrebt, bei allen Investitionen ESG-Kriterien zu berücksichtigen. In jedem Fall müssen jedoch mindestens 51% des Fondsvermögens in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente investiert werden, die zur Erreichung der beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale beitragen. Zur Erreichung der beworbenen ESG-Merkmale tätigt der Fonds Investitionen in CLOs, bei denen es sich um indirekte Investitionen in Unternehmen handelt. Daher kommt der Due-Diligence-Prüfung der CLO-Manager eine besondere Bedeutung zu.
Bis zu 49% des Fondsvermögens können folglich in Anlagen investiert werden, die nicht auf die beworbenen ökologischen oder sozialen Merkmale ausgerichtet sind. Dazu zählen Bankeinlagen sowie Anlagen, die die ESG-Merkmale nicht erfüllen. Eine Nichterfüllung der ESG-Merkmale ist beispielsweise bei fehlenden Daten gegeben. Es erfolgt eine regelmäßige Beteiligung an CLO-Neuemissionen, bei denen E- und S-Scores erst zeitversetzt mit der ersten Bestandsmeldung vorliegen. Da keine eigenen Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen werden, werden solche Positionen konservativ bewertet und nicht auf die Quote ökologischer und sozialer Merkmale angerechnet.
Für diese Investitionen besteht kein ökologischer oder sozialer Mindestschutz.
Zusätzlich besteht keine Verpflichtung zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Compliance-Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio-Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzt Lupus alpha den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle ESG-Merkmale sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) geprüft wird, ob alle ESG-Merkmale erfüllt sind. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. So wird sichergestellt, dass nur Investitionen, die die ESG-Merkmale erfüllen, auf die Quote angerechnet werden – und dass diese stets mindestens 51% beträgt.
Verändert sich bei einer Investition ein ESG-Merkmal zum Negativen (z. B. durch eine Verschlechterung der E- oder S-Scores) und wird dadurch die Quote auf Fondsebene unterschritten, ergreift das Portfolio-Management nach Kenntnisnahme im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben Maßnahmen, um die Zielquote wiederherzustellen.
Die aktuellen E- und S-Scores für CLOs sowie die ESG-Daten für Emittenten anderer Geldmarktinstrumente und Wertpapiere bezieht Lupus alpha monatlich von externen Datenanbietern. Die Daten durchlaufen einer Qualitätsprüfung durch das Risiko-Management und werden automatisiert in die relevanten IT-Systeme (inkl. SCD) übernommen.
Die Ergebnisse der Due-Diligence-Prüfung und Prospektanalyse, die von den Portfolio Managern erstellt und anschließend von der Investment-Compliance-Abteilung überprüft werden, werden ebenfalls in die IT-Systeme eingepflegt.
Extern unterzieht sich Lupus alpha jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, wurden verbindliche Kriterien definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Website fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha sowohl auf externe Daten, die kontinuierlich auf ihre Qualität überprüft werden, als auch auf interne Analysen, um externe Datenlücken zu schließen.
Datenquellen und -verarbeitung
Zur Messung der ökologischen und sozialen Merkmale der CLO-Transaktionen greift Lupus alpha auf den externen Research-Anbieter Moody’s zurück. Ziel ist es, eine möglichst vollständige Datenabdeckung zu erreichen. Aufgrund der Besonderheiten des privaten Kreditmarktes liegen jedoch bei Neuemissionen Daten oft zeitlich verzögert vor. Dies liegt daran, dass zwischen der Emission eines CLOs und der ersten verpflichtenden Bestandsmeldung ein Zeitverzug besteht. Moody’s stellt die Daten in der Folge bereit – sobald sie verfügbar sind, fließen sie automatisch in die relevanten IT-Systeme ein und werden geprüft. Zur Sicherstellung der Datenqualität führt die Risiko-Management-Abteilung Qualitätskontrollen durch. Die Moody’s-Daten werden monatlich aktualisiert.
Ergänzend zu den externen Daten werden interne Analysen für die Investitionen in CLOs durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Analysen werden – nach einer Kontrolle durch die Investment Compliance-Abteilung – ebenso wie die Moody’s-Daten in das Data Warehouse (DWH) und in die Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingespielt.
Für die ESG-Analyse von Wertpapieren und Geldmarktinstrumenten außerhalb von CLOs wird ebenfalls ein externer spezialisierter Datenanbieter (MSCI ESG Research) eingesetzt. Die Daten werden ebenfalls automatisiert in die relevanten IT-Systeme integriert und durchlaufen einer Qualitätsprüfung durch die Risiko-Management-Abteilung. Die MSCI-Daten werden wöchentlich aktualisiert.
Schätzungen werden durch Lupus alpha nicht vorgenommen; die von Moody’s und MSCI ESG Research bereitgestellten Daten können jedoch auf Basis von Schätzungen der Datenanbieter berechnet werden.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten stellt im Bereich privater Kredite, insbesondere bei kleinen und nicht börsennotierten Unternehmen, nach wie vor eine Herausforderung dar. Oft existiert kein standardisiertes Reporting, und die Transparenz ist begrenzt. Für mindestens 51% des Fondsvermögens müssen jedoch verlässliche, „harte“ Daten vorliegen, sodass diese Beschränkungen die Erreichung der beworbenen ökologischen oder sozialen Merkmale nicht beeinträchtigen.
Gleichzeitig steht Lupus alpha fortlaufend in Kontakt mit verschiedenen Datenanbietern, um neue Datenquellen oder Methoden zu prüfen und gegebenenfalls in den Ansatz zu integrieren.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Die internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterzieht sich Lupus alpha jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Aufgrund der Struktur von CLO-Investitionen können Hebelmaßnahmen nur auf Ebene des CLO-Managers bzw. des jeweiligen CLO-Deals und nicht direkt bei den zugrunde liegenden Kredit-Emittenten angesetzt werden.
Im Rahmen der Sorgfaltspflicht führt das Portfolio-Management daher regelmäßige Gespräche mit den CLO-Managern, um die Möglichkeiten der ESG-Integration bei der Auswahl der zugrunde liegenden Kredite zu besprechen.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 15.10.2025 | Initiale Version |
Zusammenfassung
Der Fonds investiert in attraktive Dividendentitel mit Fokus auf das europäische Small & Mid Caps-Universum. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088), strebt aber keine nachhaltigen Investitionen an. Investiert wird in Wertpapiere, die nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgewählt werden. Hierzu werden über Ausschlüsse Kriterien aus den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) berücksichtigt. Es wird nicht in Wertpapiere von Unternehmen investiert, die in kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind (z.B. kontroverse Waffen), gegen internationale Normen verstoßen (z.B. OECD-Leitsätze) oder signifikante nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) haben (bspw. Tätigkeiten mit nachteiliger Auswirkung auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität). Darüber hinaus werden ESG-Kriterien in die Fundamentanalyse integriert, und durch eine aktive Mitwirkungspolitik (Engagement und Stimmrechtsausübung) wird Einfluss auf relevante ESG-Themen genommen.
Die Nachhaltigkeitsindikatoren werden auf Grundlage externer ESG-Daten von MSCI erfasst und bewertet. Datenlücken werden durch direkten Kontakt mit Unternehmen oder alternative Datenquellen versucht zu schließen. Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert, sodass eine Erfüllung der beworbenen Merkmale sichergestellt ist.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt.
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Bei der Umsetzung der Strategie des Fonds werden Umwelt- und Sozial-Standards in unterschiedlicher Gewichtung berücksichtigt. Dabei werden Investitionen in Qualitätsunternehmen (Fokus: Small & Mid Caps) unter Ausschluss von nicht-nachhaltigen Geschäftsmodellen (z.B. Abbau von Kraftwerkskohle) bzw. Einhaltung von Mindeststandards getätigt (z.B. Verstöße gegen den UN Global Compact). Eine detaillierte Beschreibung der Ausschlusskriterien findet sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich. ESG-Kriterien werden darüber hinaus in die fundamentale Bottom-up-Analyse sowie in die Mitwirkungspolitik integriert.
Anlagestrategie
Der Fonds fokussiert sich auf mittlere und kleinere europäische Unternehmen, welche sich durch kontinuierliche Dividendenzahlungen, eine solide Bilanz und ein stabiles Geschäftsmodell auszeichnen. Das Ziel des Fonds ist es, an der Wertentwicklung dieser Gesellschaften zu partizipieren und somit über einen langen Anlagezeitraum hinweg eine höhere Performance als der Vergleichsindex zu erzielen.
Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst unsere Anlagestrategie die folgenden Komponenten:
- Negativ-Screening-Prozess: Alle Titel, die die ESG-Mindeststandards des Fonds nicht erfüllen, werden ausgeschlossen.
Dies umfasst:- Umsatzbasierte Filter, um Unternehmen mit Tätigkeiten in kontroversen Geschäftsbereichen auszuschließen.
- Normbasierte Filter, um Unternehmen auszuschließen, die sich nicht an international anerkannte Standards halten.
- PAI-Screening, um Unternehmen mit nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) auszuschließen. In bestimmten Fällen wird ein dokumentierter Engagement-Prozess eingeleitet, um Unternehmen die Möglichkeit zur Transformation zu bieten.
- Integration der ESG-Kriterien in die Fundamentalanalyse: Unternehmen, die die ESG-Mindeststandards erfüllen, werden von unseren Portfolio Managern einer detaillierten ESG-Analyse unterzogen.
- Aktive Mitwirkungspolitik: Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team führt jährlich etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Dabei legen wir den Fokus auf relevante ESG-Themen, um Risiken zu adressieren und positive Entwicklungen zu fördern. Bei Unternehmen mit schlechten CO2-Werten im Industrievergleich oder mangelnder Diversität in Kontrollgremien initiieren wir zudem einen dokumentierten Engagement-Prozess. Darüber hinaus fließen relevante ESG-Themen in die Stimmrechtsausübung ein.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Unternehmensführung (Governance) die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und langfristiges Bestehen eines Unternehmens bildet. Daher sind Governance-Themen in allen drei genannten Komponenten von zentraler Bedeutung. Durch Governance-bezogene Ausschlusskriterien setzen wir einen Mindeststandard. Darüber hinaus sind Governance-Themen integraler Bestandteil jeder Unternehmensanalyse, jedes Unternehmensgesprächs und jeder Analyse der Tagesordnungspunkte vor einer Hauptversammlung.
Weiterführende Details, einschließlich der genauen Ausschlusskriterien, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische und soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen gemäß Art. 2(17) der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) angestrebt. Zur Erreichung der beworbenen ökologischen und sozialen Merkmalen tätigt der Fonds keine indirekten Investitionen in Zielfonds. Der Fonds kann Investitionen tätigen, die weder auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet sind noch als nachhaltige Investitionen eingestuft werden. Hierunter fallen Bankeinlagen, die dem Liquiditätsmanagement dienen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Compliance -Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzen wir den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle Ausschlusskriterien sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) sichergestellt ist, dass keine Investition getätigt werden kann, die gegen die festgelegten ESG-Kriterien verstößt. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. Sollten sich bei einem Unternehmen ESG-Kriterien zum Negativen verändern, sodass die beworbenen Merkmale nicht mehr erfüllt werden, reagieren wir unverzüglich und veräußern die Position marktschonend. Darüber hinaus misst unser Risiko-Management relevante ESG-Kennzahlen auf Fondsebene und erstellt interne ESG-Risiko-Reports, um Nachhaltigkeitsrisiken zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Über ein internes ESG-Tool kann außerdem das Portfolio Management die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien jederzeit überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Sowohl die Prüfungen in SCD, die Messungen im Risiko-Management als auch das interne ESG-Tool basieren auf wöchentlichen Daten unseres externen Research-Anbieters MSCI. Die von MSCI zur Verfügung gestellten Informationen werden intern validiert: Einerseits durch Qualitäts-Checks unserer Risiko-Management-Abteilung und andererseits durch das Portfolio Management, welches häufig direkten Zugang zum Management der analysierten Unternehmen hat und die Informationen daher kritisch hinterfragen kann. Für Emittenten, die nicht von MSCI abgedeckt werden, führen wir eigenständige Prüfungen hinsichtlich der relevanten ESG-Kriterien durch. Ist eine interne Prüfung in diesen Fällen nicht möglich, verzichten wir auf eine Investition.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, haben wir verbindliche Ausschlusskriterien für alle Wertpapiere im Fonds definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Webseite fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha vorwiegend auf extern beschaffte Daten, die wir kontinuierlich auf ihre Qualität überprüfen.
Datenquellen und -verarbeitung
Die im Fonds beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale werden mit Hilfe unseres externen Research-Anbieters MSCI geprüft. Sollte für ein Unternehmen keine MSCI-Daten verfügbar sein, erfolgt die Datenerhebung über alternative Datenanbieter oder durch das Portfolio Management über den direkten Kontakt zum Unternehmen.
Um die Datenqualität sicherzustellen, führt unsere Risiko-Management-Abteilung automatisierte Qualitätschecks durch und behebt eventuelle Datenfehler im Austausch mit dem Datenanbieter. Darüber hinaus stehen unsere Portfolio Manager im engen Austausch mit den Unternehmen, sodass bei unplausiblen Daten eine detaillierte Analyse erfolgt und gegebenenfalls der Kontakt zum Unternehmen gesucht wird.
Wir erhalten die aktuellen MSCI-Daten wöchentlich, welche automatisiert in unser Data Warehouse (DWH) und in unsere Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingepflegt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über ein internes ESG-Tool auf die aktuellen Daten zugreifen. So kann das Portfolio Management bspw. die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Es werden keine Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen. Die von MSCI verwendeten Daten bestehen aus veröffentlichten und geschätzten Daten. Grundsätzlich nutzen wir die von den Unternehmen veröffentlichten Daten. In Abhängigkeit von deren Qualität und Verfügbarkeit greifen wir jedoch gegebenenfalls auch auf geschätzte Werte von MSCI zurück.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten eine Herausforderung. Die Abdeckung bei externen ESG-Analysen für kleinere und mittelgroße Unternehmen ist tendenziell schlechter als für große Unternehmen. Sollten die relevanten Daten zur Überprüfung der ESG-Kriterien auch im direkten Kontakt mit dem Unternehmen nicht beschafft werden können, wird von einer Investition abgesehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale stets erfüllt werden. Potenzielle Risiken durch eine geringe Datenqualität werden durch Plausibilitätschecks mitigiert.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Unsere internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Teil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team absolviert jedes Jahr etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Hierbei streben wir an, relevante ESG-Themen in den Fokus der Unternehmen zu rücken und Einfluss zu nehmen, um entsprechende Risiken, wie nachhaltigkeitsbezogene Kontroversen, zu adressieren und positive Entwicklungen anzustoßen. Governance-Themen spielen hierbei traditionell eine besonders große Rolle.
Zudem treten wir bezüglich der PAIs CO2-Fußabdruck & CO2-Intensität bzw. mangelnde Diversität in Leitungs- und Kontrollorganen in einen formalen Engagement-Prozess ein. Das Unternehmen bleibt für uns nur investierbar, wenn für uns nachvollziehbare Pläne zur Verbesserung dieser nachteiligen Auswirkungen vorliegen bzw. diese mit dem Unternehmen im direkten Dialog vereinbart werden können. Für diese Unternehmen dokumentieren wir die Pläne, die angestrebten und die umgesetzten Veränderungen. Treten die gewünschten Veränderungen nicht ein bzw. zeigt das Unternehmen nicht die vereinbarte Bereitschaft, folgt nach mehreren Eskalationsstufen der Verkauf der Position als Ultima Ratio. Das oben beschriebene Engagement kann dabei immer nur für CO2-bezogene PAIs oder Geschlechtervielfalt in Leitungs- und Kontrollorganen angewandt werden. Bedarf ein Investment in ein Unternehmen Engagement bei beiden genannten Bereichen, sehen wir von einem Investment ab.
Für Lupus alpha hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte ihrer Investoren gegenüber den Aktiengesellschaften einen hohen Stellenwert. Das Stimmrecht ist eines der wertvollsten Rechte des Aktionärs und verpflichtet zu einem verantwortungsvollen Umgang damit. Relevante ESG-Themen sind in unserer Abstimmungspolitik verankert. Unsere Grundsätze zur Stimmrechtsausübung finden sich hier.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 06.03.2025 | Erstellung einer eigenständigen ESG-Methodik für den Lupus alpha Dividend Champions, Redaktionelle Änderungen |
| 22.11.2024 | Redaktionelle Änderungen |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Zusammenfassung
Der Fonds investiert in attraktive Small & Mid Caps aus Europa. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und verpflichtet sich zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen von 20%. Investiert wird in Wertpapiere, die nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgewählt werden. Hierzu werden über Ausschlüsse Kriterien aus den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) berücksichtigt. Es wird nicht in Wertpapiere von Unternehmen investiert, die in kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind (z.B. kontroverse Waffen), gegen internationale Normen verstoßen (z.B. OECD-Leitsätze) oder signifikante nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) haben (bspw. Tätigkeiten mit nachteiliger Auswirkung auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität). Darüber hinaus werden ESG-Kriterien in die Fundamentanalyse integriert, und durch eine aktive Mitwirkungspolitik (Engagement und Stimmrechtsausübung) wird Einfluss auf relevante ESG-Themen genommen.
Die Nachhaltigkeitsindikatoren werden auf Grundlage externer ESG-Daten von MSCI erfasst und bewertet. Datenlücken werden durch direkten Kontakt mit Unternehmen oder alternative Datenquellen versucht zu schließen. Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert, sodass eine Erfüllung der beworbenen Merkmale sichergestellt ist.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Dennoch verpflichtet sich der Fonds, mindestens 20% des Fondsvermögens in nachhaltige Investitionen zu tätigen. Wir bewerten den Beitrag eines Investments oder Unternehmens zur Erreichung ökologischer oder sozialer Ziele anhand der Ausrichtung seiner Produkte oder seines operativen Verhaltens auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Um sicherzustellen, dass Investitionen, die zu einem der SDGs beitragen, nicht gleichzeitig den ökologischen oder sozialen Investitionszielen des Fonds schaden, gelten für sie strengere Kriterien, die über die allgemeinen Mindeststandards des Fonds hinausgehen: Ein Unternehmen darf mit seinen Produkten und operativen Verhalten keinem der SDGs konträr gegenüberstehen, es gelten verschärfte Umsatzkriterien, und alle relevanten PAIs werden analysiert. Wird ein festgelegter Schwellenwert oder ein Kriterium bei einem der relevanten PAIs überschritten, kann dies zum Ausschluss führen. Darüber hinaus muss ein Mindest-ESG-Rating von BB vorliegen, um eine gute Unternehmensführung sicherzustellen. Weitere Details, inklusive der konkreten Kriterien und Schwellenwerte für die PAIs, finden sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich.
Die Einhaltung international anerkannter Standards ist Teil der allgemeinen Mindeststandards des Fonds. Unabhängig davon, ob eine Investition als nachhaltig gewertet werden kann oder nicht, schließen wir Unternehmen aus, die gegen diese Standards (OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, UNGC-Prinzipien, ILO-Kernarbeitsnormen) verstoßen
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Bei der Umsetzung der Strategie des Fonds werden Umwelt- und Sozial-Standards in unterschiedlicher Gewichtung berücksichtigt. Dabei werden Investitionen in Qualitätsunternehmen (Small & Mid Caps) unter Ausschluss von nicht-nachhaltigen Geschäftsmodellen (z.B. Abbau von Kraftwerkskohle) bzw. Einhaltung von Mindeststandards getätigt (z.B. Verstöße gegen den UN Global Compact). Eine detaillierte Beschreibung der Ausschlusskriterien findet sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich. ESG-Kriterien werden darüber hinaus in die fundamentale Bottom-up-Analyse sowie in die Mitwirkungspolitik integriert.
Anlagestrategie
Im Lupus alpha Smaller Euro Champions bündeln wir die vielversprechendsten kleineren und mittleren Unternehmen aus Europa in einem Fonds. Auf Basis eines konsequenten Bottom-up-Ansatzes selektieren wir aus Anlagesicht interessante, in ihrer Nische weltweit führende Unternehmen, die hohe Marktanteile und häufig hervorragende Erträge erzielen. Mit Qualitätstiteln aus dem Bereich der Small & Mid Caps bewegen wir uns in speziellen, nicht ausgereizten Märkten. Dadurch erschließen sich für den Investor vielfältige Möglichkeiten in diesem Marktsegment.
Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst unsere Anlagestrategie die folgenden Komponenten:
- Negativ-Screening-Prozess: Alle Titel, die die ESG-Mindeststandards des Fonds nicht erfüllen, werden ausgeschlossen.
Dies umfasst:- Umsatzbasierte Filter, um Unternehmen mit Tätigkeiten in kontroversen Geschäftsbereichen auszuschließen.
- Normbasierte Filter, um Unternehmen auszuschließen, die sich nicht an international anerkannte Standards halten.
- PAI-Screening, um Unternehmen mit nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) auszuschließen. In bestimmten Fällen wird ein dokumentierter Engagement-Prozess eingeleitet, um Unternehmen die Möglichkeit zur Transformation zu bieten.
- Integration der ESG-Kriterien in die Fundamentalanalyse: Unternehmen, die die ESG-Mindeststandards erfüllen, werden von unseren Portfolio Managern einer detaillierten ESG-Analyse unterzogen.
- Aktive Mitwirkungspolitik: Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team führt jährlich etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Dabei legen wir den Fokus auf relevante ESG-Themen, um Risiken zu adressieren und positive Entwicklungen zu fördern. Bei Unternehmen mit schlechten CO2-Werten im Industrievergleich oder mangelnder Diversität in Kontrollgremien initiieren wir zudem einen dokumentierten Engagement-Prozess. Darüber hinaus fließen relevante ESG-Themen in die Stimmrechtsausübung ein.
Die Anlagestrategie des Fonds beinhaltet zudem nachhaltige Investitionen, wie im Abschnitt “Kein nachhaltiges Investitionsziel” erläutert wird.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Unternehmensführung (Governance) die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und langfristiges Bestehen eines Unternehmens bildet. Daher sind Governance-Themen in allen drei genannten Komponenten von zentraler Bedeutung. Durch Governance-bezogene Ausschlusskriterien setzen wir einen Mindeststandard. Darüber hinaus sind Governance-Themen integraler Bestandteil jeder Unternehmensanalyse, jedes Unternehmensgesprächs und jeder Analyse der Tagesordnungspunkte vor einer Hauptversammlung.
Weiterführende Details, einschließlich der genauen Ausschlusskriterien, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische und soziale Merkmale beworben. Bei allen investierbaren Unternehmen werden diese Merkmale berücksichtigt. Zur Erreichung der Merkmale erfolgen keine indirekten Investitionen in Zielfonds. Darüber hinaus, erfolgen mindestens 20% des Fondsvermögens in nachhaltige Investitionen mit ökologischen oder sozialen Zielen gemäß Art. 2(17) der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088). Dieser Mindestanteil beinhaltet sowohl nachhaltige Investitionen mit einem Umweltziel (nicht taxonomiekonform) als auch nachhaltige Investitionen mit einem sozialen Ziel.
Der Fonds kann Investitionen tätigen, die weder auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet sind noch als nachhaltige Investitionen eingestuft werden. Hierunter fallen Bankeinlagen, die dem Liquiditätsmanagement dienen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Compliance -Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzen wir den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle Ausschlusskriterien sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) sichergestellt ist, dass keine Investition getätigt werden kann, die gegen die festgelegten ESG-Kriterien verstößt. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. Sollten sich bei einem Unternehmen ESG-Kriterien zum Negativen verändern, sodass die beworbenen Merkmale nicht mehr erfüllt werden, reagieren wir unverzüglich und veräußern die Position marktschonend. Darüber hinaus misst unser Risiko-Management relevante ESG-Kennzahlen auf Fondsebene und erstellt interne ESG-Risiko-Reports, um Nachhaltigkeitsrisiken zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Über ein internes ESG-Tool kann außerdem das Portfolio Management die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien jederzeit überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Sowohl die Prüfungen in SCD, die Messungen im Risiko-Management als auch das interne ESG-Tool basieren auf wöchentlichen Daten unseres externen Research-Anbieters MSCI. Die von MSCI zur Verfügung gestellten Informationen werden intern validiert: Einerseits durch Qualitäts-Checks unserer Risiko-Management-Abteilung und andererseits durch das Portfolio Management, welches häufig direkten Zugang zum Management der analysierten Unternehmen hat und die Informationen daher kritisch hinterfragen kann. Für Emittenten, die nicht von MSCI abgedeckt werden, führen wir eigenständige Prüfungen hinsichtlich der relevanten ESG-Kriterien durch. Ist eine interne Prüfung in diesen Fällen nicht möglich, verzichten wir auf eine Investition.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, haben wir verbindliche Ausschlusskriterien für alle Wertpapiere im Fonds definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Webseite fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha vorwiegend auf extern beschaffte Daten, die wir kontinuierlich auf ihre Qualität überprüfen.
Datenquellen und -verarbeitung
Die im Fonds beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale werden mit Hilfe unseres externen Research-Anbieters MSCI geprüft. Sollte für ein Unternehmen keine MSCI-Daten verfügbar sein, erfolgt die Datenerhebung über alternative Datenanbieter oder direkt durch das Portfolio Management über den direkten Kontakt zum Unternehmen.
Um die Datenqualität sicherzustellen, führt unsere Risiko-Management-Abteilung automatisierte Qualitätschecks durch und behebt eventuelle Datenfehler im Austausch mit dem Datenanbieter. Darüber hinaus stehen unsere Portfolio Manager im engen Austausch mit den Unternehmen, sodass bei unplausiblen Daten eine detaillierte Analyse erfolgt und gegebenenfalls der Kontakt zum Unternehmen gesucht wird.
Wir erhalten die aktuellen MSCI-Daten wöchentlich, welche automatisiert in unser Data Warehouse (DWH) und in unsere Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingepflegt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über ein internes ESG-Tool auf die aktuellen Daten zugreifen. So kann das Portfolio Management bspw. die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Es werden keine Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen. Die von MSCI verwendeten Daten bestehen aus veröffentlichten und geschätzten Daten. Grundsätzlich nutzen wir die von den Unternehmen veröffentlichten Daten. In Abhängigkeit von deren Qualität und Verfügbarkeit greifen wir jedoch gegebenenfalls auch auf geschätzte Werte von MSCI zurück.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten eine Herausforderung. Die Abdeckung bei externen ESG-Analysen für kleinere und mittelgroße Unternehmen ist tendenziell schlechter als für große Unternehmen. Sollten die relevanten Daten zur Überprüfung der ESG-Kriterien auch im direkten Kontakt mit dem Unternehmen nicht beschafft werden können, wird von einer Investition abgesehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale stets erfüllt werden. Potenzielle Risiken durch eine geringe Datenqualität werden durch Plausibilitätschecks mitigiert.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Unsere internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Teil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team absolviert jedes Jahr etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Hierbei streben wir an, relevante ESG-Themen in den Fokus der Unternehmen zu rücken und Einfluss zu nehmen, um entsprechende Risiken, wie nachhaltigkeitsbezogene Kontroversen, zu adressieren und positive Entwicklungen anzustoßen. Governance-Themen spielen hierbei traditionell eine besonders große Rolle.
Zudem treten wir bezüglich der PAIs CO2-Fußabdruck & CO2-Intensität bzw. mangelnde Diversität in Leitungs- und Kontrollorganen in einen formalen Engagement-Prozess ein. Das Unternehmen bleibt für uns nur investierbar, wenn für uns nachvollziehbare Pläne zur Verbesserung dieser nachteiligen Auswirkungen vorliegen bzw. diese mit dem Unternehmen im direkten Dialog vereinbart werden können. Für diese Unternehmen dokumentieren wir die Pläne, die angestrebten und die umgesetzten Veränderungen. Treten die gewünschten Veränderungen nicht ein bzw. zeigt das Unternehmen nicht die vereinbarte Bereitschaft, folgt nach mehreren Eskalationsstufen der Verkauf der Position als Ultima Ratio. Das oben beschriebene Engagement kann dabei immer nur für CO2-bezogene PAIs oder Geschlechtervielfalt in Leitungs- und Kontrollorganen angewandt werden. Bedarf ein Investment in ein Unternehmen Engagement bei beiden genannten Bereichen, sehen wir von einem Investment ab.
Für Lupus alpha hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte ihrer Investoren gegenüber den Aktiengesellschaften einen hohen Stellenwert. Das Stimmrecht ist eines der wertvollsten Rechte des Aktionärs und verpflichtet zu einem verantwortungsvollen Umgang damit. Relevante ESG-Themen sind in unserer Abstimmungspolitik verankert. Unsere Grundsätze zur Stimmrechtsausübung finden sich hier.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 24.09.2025 | Änderung des Fondsnamens im Abschnitt „Anlagestrategie“ von Lupus alpha Sustainable Smaller Euro Champions zu Lupus alpha Smaller Euro Champions. |
| 30.04.2025 | Verschärfung des DNSH-Prinzips zur Bewertung nachhaltiger Investitionen durch die Aufnahme der PAI-Analyse mit einer entsprechend überarbeiteten Erklärung in Abschnitt (b), Redaktionelle Änderungen |
| 22.11.2024 | Redaktionelle Änderungen |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Zusammenfassung
Der Fonds investiert in attraktive Small & Mid Caps aus Europa. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und verpflichtet sich zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen von 20%. Investiert wird in Wertpapiere, die nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgewählt werden. Hierzu werden über Ausschlüsse Kriterien aus den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) berücksichtigt. Es wird nicht in Wertpapiere von Unternehmen investiert, die in kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind (z.B. kontroverse Waffen), gegen internationale Normen verstoßen (z.B. OECD-Leitsätze) oder signifikante nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) haben (bspw. Tätigkeiten mit nachteiliger Auswirkung auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität). Darüber hinaus werden ESG-Kriterien in die Fundamentanalyse integriert, und durch eine aktive Mitwirkungspolitik (Engagement und Stimmrechtsausübung) wird Einfluss auf relevante ESG-Themen genommen.
Die Nachhaltigkeitsindikatoren werden auf Grundlage externer ESG-Daten von MSCI erfasst und bewertet. Datenlücken werden durch direkten Kontakt mit Unternehmen oder alternative Datenquellen versucht zu schließen. Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert, sodass eine Erfüllung der beworbenen Merkmale sichergestellt ist.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Dennoch verpflichtet sich der Fonds, mindestens 20% des Fondsvermögens in nachhaltige Investitionen zu tätigen. Wir bewerten den Beitrag eines Investments oder Unternehmens zur Erreichung ökologischer oder sozialer Ziele anhand der Ausrichtung seiner Produkte oder seines operativen Verhaltens auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Um sicherzustellen, dass Investitionen, die zu einem der SDGs beitragen, nicht gleichzeitig den ökologischen oder sozialen Investitionszielen des Fonds schaden, gelten für sie strengere Kriterien, die über die allgemeinen Mindeststandards des Fonds hinausgehen: Ein Unternehmen darf mit seinen Produkten und operativen Verhalten keinem der SDGs konträr gegenüberstehen, es gelten verschärfte Umsatzkriterien, und alle relevanten PAIs werden analysiert. Wird ein festgelegter Schwellenwert oder ein Kriterium bei einem der relevanten PAIs überschritten, kann dies zum Ausschluss führen. Darüber hinaus muss ein Mindest-ESG-Rating von BB vorliegen, um eine gute Unternehmensführung sicherzustellen. Weitere Details, inklusive der konkreten Kriterien und Schwellenwerte für die PAIs, finden sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich.
Die Einhaltung international anerkannter Standards ist Teil der allgemeinen Mindeststandards des Fonds. Unabhängig davon, ob eine Investition als nachhaltig gewertet werden kann oder nicht, schließen wir Unternehmen aus, die gegen diese Standards (OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, UNGC-Prinzipien, ILO-Kernarbeitsnormen) verstoßen.
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Bei der Umsetzung der Strategie des Fonds werden Umwelt- und Sozial-Standards in unterschiedlicher Gewichtung berücksichtigt. Dabei werden Investitionen in Qualitätsunternehmen (Small & Mid Caps) unter Ausschluss von nicht-nachhaltigen Geschäftsmodellen (z.B. Abbau von Kraftwerkskohle) bzw. Einhaltung von Mindeststandards getätigt (z.B. Verstöße gegen den UN Global Compact). Eine detaillierte Beschreibung der Ausschlusskriterien findet sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich. ESG-Kriterien werden darüber hinaus in die fundamentale Bottom-up-Analyse sowie in die Mitwirkungspolitik integriert.
Anlagestrategie
Im Lupus alpha Smaller Pan European Champions bündeln wir die vielversprechendsten kleineren und mittleren Unternehmen aus Europa in einem Fonds. Auf Basis eines konsequenten Bottom-up-Ansatzes selektieren wir aus Anlagesicht interessante, in ihrer Nische weltweit führende Unternehmen, die hohe Marktanteile und häufig hervorragende Erträge erzielen. Mit Qualitätstiteln aus dem Bereich der Small & Mid Caps bewegen wir uns in speziellen, nicht ausgereizten Märkten. Dadurch erschließen sich für den Investor vielfältige Möglichkeiten in diesem Marktsegment.
Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst unsere Anlagestrategie die folgenden Komponenten:
- Negativ-Screening-Prozess: Alle Titel, die die ESG-Mindeststandards des Fonds nicht erfüllen, werden ausgeschlossen.
Dies umfasst:- Umsatzbasierte Filter, um Unternehmen mit Tätigkeiten in kontroversen Geschäftsbereichen auszuschließen.
- Normbasierte Filter, um Unternehmen auszuschließen, die sich nicht an international anerkannte Standards halten.
- PAI-Screening, um Unternehmen mit nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) auszuschließen. In bestimmten Fällen wird ein dokumentierter Engagement-Prozess eingeleitet, um Unternehmen die Möglichkeit zur Transformation zu bieten.
- Integration der ESG-Kriterien in die Fundamentalanalyse: Unternehmen, die die ESG-Mindeststandards erfüllen, werden von unseren Portfolio Managern einer detaillierten ESG-Analyse unterzogen.
- Aktive Mitwirkungspolitik: Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team führt jährlich etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Dabei legen wir den Fokus auf relevante ESG-Themen, um Risiken zu adressieren und positive Entwicklungen zu fördern. Bei Unternehmen mit schlechten CO2-Werten im Industrievergleich oder mangelnder Diversität in Kontrollgremien initiieren wir zudem einen dokumentierten Engagement-Prozess. Darüber hinaus fließen relevante ESG-Themen in die Stimmrechtsausübung ein.
Die Anlagestrategie des Fonds beinhaltet zudem nachhaltige Investitionen, wie im Abschnitt “Kein nachhaltiges Investitionsziel” erläutert wird.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Unternehmensführung (Governance) die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und langfristiges Bestehen eines Unternehmens bildet. Daher sind Governance-Themen in allen drei genannten Komponenten von zentraler Bedeutung. Durch Governance-bezogene Ausschlusskriterien setzen wir einen Mindeststandard. Darüber hinaus sind Governance-Themen integraler Bestandteil jeder Unternehmensanalyse, jedes Unternehmensgesprächs und jeder Analyse der Tagesordnungspunkte vor einer Hauptversammlung.
Weiterführende Details, einschließlich der genauen Ausschlusskriterien, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische und soziale Merkmale beworben. Bei allen investierbaren Unternehmen werden diese Merkmale berücksichtigt. Zur Erreichung der Merkmale erfolgen keine indirekten Investitionen in Zielfonds. Darüber hinaus, erfolgen mindestens 20% des Fondsvermögens in nachhaltige Investitionen mit ökologischen oder sozialen Zielen gemäß Art. 2(17) der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088). Dieser Mindestanteil beinhaltet sowohl nachhaltige Investitionen mit einem Umweltziel (nicht taxonomiekonform) als auch nachhaltige Investitionen mit einem sozialen Ziel.
Der Fonds kann Investitionen tätigen, die weder auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet sind noch als nachhaltige Investitionen eingestuft werden. Hierunter fallen Bankeinlagen, die dem Liquiditätsmanagement dienen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Compliance -Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzen wir den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle Ausschlusskriterien sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) sichergestellt ist, dass keine Investition getätigt werden kann, die gegen die festgelegten ESG-Kriterien verstößt. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. Sollten sich bei einem Unternehmen ESG-Kriterien zum Negativen verändern, sodass die beworbenen Merkmale nicht mehr erfüllt werden, reagieren wir unverzüglich und veräußern die Position marktschonend. Darüber hinaus misst unser Risiko-Management relevante ESG-Kennzahlen auf Fondsebene und erstellt interne ESG-Risiko-Reports, um Nachhaltigkeitsrisiken zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Über ein internes ESG-Tool kann außerdem das Portfolio Management die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien jederzeit überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Sowohl die Prüfungen in SCD, die Messungen im Risiko-Management als auch das interne ESG-Tool basieren auf wöchentlichen Daten unseres externen Research-Anbieters MSCI. Die von MSCI zur Verfügung gestellten Informationen werden intern validiert: Einerseits durch Qualitäts-Checks unserer Risiko-Management-Abteilung und andererseits durch das Portfolio Management, welches häufig direkten Zugang zum Management der analysierten Unternehmen hat und die Informationen daher kritisch hinterfragen kann. Für Emittenten, die nicht von MSCI abgedeckt werden, führen wir eigenständige Prüfungen hinsichtlich der relevanten ESG-Kriterien durch. Ist eine interne Prüfung in diesen Fällen nicht möglich, verzichten wir auf eine Investition.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, haben wir verbindliche Ausschlusskriterien für alle Wertpapiere im Fonds definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Webseite fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha vorwiegend auf extern beschaffte Daten, die wir kontinuierlich auf ihre Qualität überprüfen.
Datenquellen und -verarbeitung
Die im Fonds beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale werden mit Hilfe unseres externen Research-Anbieters MSCI geprüft. Sollte für ein Unternehmen keine MSCI-Daten verfügbar sein, erfolgt die Datenerhebung über alternative Datenanbieter oder direkt durch das Portfolio Management über den direkten Kontakt zum Unternehmen.
Um die Datenqualität sicherzustellen, führt unsere Risiko-Management-Abteilung automatisierte Qualitätschecks durch und behebt eventuelle Datenfehler im Austausch mit dem Datenanbieter. Darüber hinaus stehen unsere Portfolio Manager im engen Austausch mit den Unternehmen, sodass bei unplausiblen Daten eine detaillierte Analyse erfolgt und gegebenenfalls der Kontakt zum Unternehmen gesucht wird.
Wir erhalten die aktuellen MSCI-Daten wöchentlich, welche automatisiert in unser Data Warehouse (DWH) und in unsere Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingepflegt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über ein internes ESG-Tool auf die aktuellen Daten zugreifen. So kann das Portfolio Management bspw. die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Es werden keine Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen. Die von MSCI verwendeten Daten bestehen aus veröffentlichten und geschätzten Daten. Grundsätzlich nutzen wir die von den Unternehmen veröffentlichten Daten. In Abhängigkeit von deren Qualität und Verfügbarkeit greifen wir jedoch gegebenenfalls auch auf geschätzte Werte von MSCI zurück.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten eine Herausforderung. Die Abdeckung bei externen ESG-Analysen für kleinere und mittelgroße Unternehmen ist tendenziell schlechter als für große Unternehmen. Sollten die relevanten Daten zur Überprüfung der ESG-Kriterien auch im direkten Kontakt mit dem Unternehmen nicht beschafft werden können, wird von einer Investition abgesehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale stets erfüllt werden. Potenzielle Risiken durch eine geringe Datenqualität werden durch Plausibilitätschecks mitigiert.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Unsere internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Der konstruktive Dialog mit den Unternehmen, in die wir investieren, ist ein wesentlicher Teil unserer Investmentprozesse. Unser Small & Mid Caps-Team absolviert jedes Jahr etwa 1.500 Unternehmensgespräche. Hierbei streben wir an, relevante ESG-Themen in den Fokus der Unternehmen zu rücken und Einfluss zu nehmen, um entsprechende Risiken, wie nachhaltigkeitsbezogene Kontroversen, zu adressieren und positive Entwicklungen anzustoßen. Governance-Themen spielen hierbei traditionell eine besonders große Rolle.
Zudem treten wir bezüglich der PAIs CO2-Fußabdruck & CO2-Intensität bzw. mangelnde Diversität in Leitungs- und Kontrollorganen in einen formalen Engagement-Prozess ein. Das Unternehmen bleibt für uns nur investierbar, wenn für uns nachvollziehbare Pläne zur Verbesserung dieser nachteiligen Auswirkungen vorliegen bzw. diese mit dem Unternehmen im direkten Dialog vereinbart werden können. Für diese Unternehmen dokumentieren wir die Pläne, die angestrebten und die umgesetzten Veränderungen. Treten die gewünschten Veränderungen nicht ein bzw. zeigt das Unternehmen nicht die vereinbarte Bereitschaft, folgt nach mehreren Eskalationsstufen der Verkauf der Position als Ultima Ratio. Das oben beschriebene Engagement kann dabei immer nur für CO2-bezogene PAIs oder Geschlechtervielfalt in Leitungs- und Kontrollorganen angewandt werden. Bedarf ein Investment in ein Unternehmen Engagement bei beiden genannten Bereichen, sehen wir von einem Investment ab.
Für Lupus alpha hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte ihrer Investoren gegenüber den Aktiengesellschaften einen hohen Stellenwert. Das Stimmrecht ist eines der wertvollsten Rechte des Aktionärs und verpflichtet zu einem verantwortungsvollen Umgang damit. Relevante ESG-Themen sind in unserer Abstimmungspolitik verankert. Unsere Grundsätze zur Stimmrechtsausübung finden sich hier.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 24.09.2025 | Änderung des Fondsnamens im Abschnitt „Anlagestrategie“ von Lupus alpha Sustainable Smaller Pan European Champions zu Lupus alpha Smaller Pan European Champions. |
| 30.04.2025 | Verschärfung des DNSH-Prinzips zur Bewertung nachhaltiger Investitionen durch die Aufnahme der PAI-Analyse mit einer entsprechend überarbeiteten Erklärung in Abschnitt (b), Redaktionelle Änderungen |
| 22.11.2024 | Redaktionelle Änderungen |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Zusammenfassung
Der Fonds investiert in globale Wandelanleihen. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und verpflichtet sich zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen von 51%. Investiert wird in Finanzinstrumente, die nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgewählt werden. Hierzu werden über Ausschlüsse Kriterien aus den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) berücksichtigt. Es wird nicht in Finanzinstrumente investiert, die die Paris-aligned Benchmark (PAB)-Kriterien verletzen, in anderweitigen kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind, internationale Normen verletzen oder signifikante nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) haben. Darüber hinaus werden ESG-Kriterien in die Fundamentalanalyse integriert, und durch eine aktive Mitwirkungspolitik (Engagement) wird Einfluss auf relevante ESG-Themen genommen.
Die Nachhaltigkeitsindikatoren werden auf Grundlage externer ESG-Daten von MSCI erfasst und bewertet. Datenlücken werden durch direkten Kontakt mit Unternehmen oder alternative Datenquellen versucht zu schließen. Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert, sodass eine Erfüllung der beworbenen Merkmale sichergestellt ist.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Dennoch verpflichtet sich der Fonds, mindestens 51% des Fondsvermögens in Wandelanleihen zu investieren, die die Kriterien einer nachhaltigen Investition erfüllen. Damit eine Investition entsprechend ihrem Anteil am Fondsvermögen als nachhaltig bewertet werden kann, müssen die folgenden drei Kriterien erfüllt sein:
- Positiver Beitrag zu einem Nachhaltigkeitsziel: Ein Investment/Unternehmen gilt für uns dann als explizit nachhaltig, wenn seine Produkte bzw. sein operatives Verhalten auf mindestens eines der Sustainable Development Goals (SDGs) ausgerichtet (Aligned oder Strongly Aligned) sind und es gleichzeitig mit seinen Produkten bzw. operativen Verhalten keinem der anderen SDGs entgegenwirkt (Misaligned oder Strongly Misaligned).
- Do-no-significant-harm (DNSH)-Prinzip: Investitionen/Unternehmen müssen dem Grundsatz entsprechen, keinen erheblichen Schaden anzurichten. Für diese Bewertung analysieren wir alle relevanten PAIs und definieren spezifische Kriterien und Schwellenwerte. Wird bei einer Investition mindestens gegen zwei dieser Kriterien bzw. Schwellenwerte verstoßen, kann diese nicht als nachhaltig eingestuft werden. Aufgrund der teils noch unzureichenden Datenqualität wird erst bei zwei Verstößen eine Nicht-Nachhaltigkeit festgestellt. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass Unternehmen wegen möglicher Datenfehler ausgeschlossen werden. Für PAIs, die wir als besonders kritisch einstufen (bspw. Engagement in umstrittenen Waffen), wird jedoch bereits im Vorfeld durch eine genauere Prüfung auch ein Ausschluss bei einer Verletzung sichergestellt.
Weiterführende Details, einschließlich der berücksichtigten PAIs sowie die dazugehörigen Kriterien und Schwellenwerte, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist. - Gute Governance: Unternehmen müssen ein Mindest-ESG-Rating von BB aufweisen, um eine gute Unternehmensführung zu gewährleisten.
Die allgemeinen Mindeststandards des Fonds finden auch bei nachhaltigen Investitionen Anwendung: Unabhängig davon, ob eine Investition als nachhaltig gewertet werden kann oder nicht, schließen wir Investitionen aus, die gegen diese Standards (inkl. OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, UNGC-Prinzipien, ILO-Kernarbeitsnormen) verstoßen.
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Bei der Umsetzung der Strategie des Fonds werden Umwelt- und Sozial-Standards in unterschiedlicher Gewichtung berücksichtigt. Dabei werden Investitionen in Finanzinstrumente unter Ausschluss von nicht-nachhaltigen Geschäftsmodellen (z.B. Abbau von Kraftwerkskohle oder Generierung von Atomstrom) bzw. Einhaltung von Mindeststandards getätigt (z.B. Verstöße gegen den UN Global Compact). Die Prüfung inkludiert die von der EU entwickelten Paris-aligned Benchmark (PAB)-Kriterien. Eine detaillierte Beschreibung der Ausschlusskriterien findet sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich. ESG-Kriterien werden darüber hinaus in die Fundamentalanalyse sowie in die Mitwirkungspolitik integriert.
Anlagestrategie
Der Fonds investiert in ein globales, breit diversifiziertes Portfolio von Wandelanleihen, die nach Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Dabei stehen die Beiträge der Unternehmen zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) im Vordergrund. Der Fonds wird aktiv verwaltet mit dem Ziel, vom asymmetrischen Ertragsprofil von Wandelanleihen zu profitieren. Hierfür nutzt der Fonds flexibel ein weltweites Spektrum von Opportunitäten innerhalb der Assetklasse der globalen Wandelanleihen. Fremdwährungsrisiken werden systematisch abgesichert.
Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst unsere Anlagestrategie die folgenden Komponenten:
1.Negativ-Screening-Prozess: Alle Titel, die die ESG-Mindeststandards des Fonds nicht erfüllen, werden ausgeschlossen. Dies umfasst:
- Von der EU entwickelte Kriterien, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen stehen (PAB-Kriterien – engl.: Paris-aligned benchmark criteria).
- Weitere umsatzbasierte Filter, um Investitionen in kontroverse Geschäftsbereiche auszuschließen.
- Weitere normbasierte Filter, um Investitionen auszuschließen, die nicht in Einklang mit international anerkannten Standards stehen.
- PAI-Screening, um Investitionen mit nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) auszuschließen. In einzelnen Fällen wird ein dokumentierter Engagement-Prozess eingeleitet, um Unternehmen die Möglichkeit zur Transformation zu bieten.
2. Integration der ESG-Kriterien in die Fundamentalanalyse: Unternehmen, die die ESG-Mindeststandards erfüllen, werden von unseren Portfolio Managern einer detaillierten ESG-Analyse unterzogen.
3. Positivselektion: Titel, die die ESG-Mindeststandards erfüllen, werden vor allem im Hinblick auf ihren Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs), den PAIs sowie ihr ESG-Rating analysiert, um gegebenenfalls als nachhaltige Investition qualifiziert zu werden.
4. Aktive Mitwirkungspolitik: Sollte ein Unternehmen schlechte CO2-Werte im Industrievergleich oder mangelnde Geschlechtervielfalt in Leitungs- und Kontrollorganen aufweisen, initiieren wir einen dokumentierten Engagement-Prozess.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Unternehmensführung (Governance) die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und langfristiges Bestehen eines Unternehmens bildet. Durch Governance-bezogene Ausschlusskriterien setzen wir einen Mindeststandard. Darüber hinaus sind Governance-Themen integraler Bestandteil jeder Unternehmensanalyse.
Weiterführende Details, einschließlich der genauen Ausschlusskriterien, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische und soziale Merkmale beworben. Mindestens 80% des Fondsvermögens werden in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente investiert, die diese Merkmale erfüllen. Zur Erreichung der Merkmale erfolgen keine indirekten Investitionen in Zielfonds. Darüber hinaus werden mindestens 51% des Fondsvermögens in Wandelanleihen investiert, die die Kriterien einer nachhaltigen Investition gemäß Art. 2(17) der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) erfüllen. Dieser Mindestanteil beinhaltet sowohl nachhaltige Investitionen mit einem Umweltziel (nicht taxonomiekonform) als auch nachhaltige Investitionen mit einem sozialen Ziel. Der Fonds kann Investitionen tätigen, die weder auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet sind noch als nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung eingestuft werden. Hierunter fallen Bankeinlagen und Devisentermingeschäfte, die dem Liquiditätsmanagement bzw. der Währungsabsicherung dienen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Compliance-Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzen wir den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle Ausschlusskriterien sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) sichergestellt ist, dass keine Investition getätigt werden kann, die gegen die festgelegten ESG-Kriterien verstößt. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. Sollten sich bei einem Unternehmen ESG-Kriterien zum Negativen verändern, sodass die beworbenen Merkmale nicht mehr erfüllt werden, reagieren wir unverzüglich und veräußern die Position marktschonend. Darüber hinaus misst unser Risiko-Management relevante ESG-Kennzahlen auf Fondsebene und erstellt interne ESG-Risiko-Reports, um Nachhaltigkeitsrisiken zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Über ein internes ESG-Tool kann das Portfolio Management außerdem die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien jederzeit überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Sowohl die Prüfungen in SCD, die Messungen im Risiko-Management als auch das interne ESG-Tool basieren auf wöchentlichen Daten unseres externen Research-Anbieters MSCI. Die von MSCI zur Verfügung gestellten Informationen werden intern validiert: Einerseits durch Qualitäts-Checks unserer Risiko-Management-Abteilung und andererseits durch das Portfolio Management, welches häufig direkten Zugang zum Management der analysierten Unternehmen hat und die Informationen daher kritisch hinterfragen kann. Für Emittenten, die nicht von MSCI abgedeckt werden, führen wir eigenständige Prüfungen hinsichtlich der relevanten ESG-Kriterien durch. Ist eine interne Prüfung in diesen Fällen nicht möglich, verzichten wir auf eine Investition.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, haben wir verbindliche Ausschlusskriterien für alle Finanzinstrumente im Fonds definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Webseite fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha vorwiegend auf extern beschaffte Daten, die wir kontinuierlich auf ihre Qualität überprüfen.
Datenquellen und -verarbeitung
Die im Fonds beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale werden mit Hilfe unseres externen Research-Anbieters MSCI geprüft. Sollte für ein Unternehmen keine MSCI-Daten verfügbar sein, erfolgt die Datenerhebung über alternative Datenanbieter oder direkt durch das Portfolio Management über den direkten Kontakt zum Unternehmen.
Um die Datenqualität sicherzustellen, führt unsere Risiko-Management-Abteilung automatisierte Qualitätschecks durch und behebt eventuelle Datenfehler im Austausch mit dem Datenanbieter. Bei unplausiblen Daten erfolgt eine detaillierte Analyse und unsere Portfolio Manager nehmen gegebenenfalls Kontakt zum Unternehmen auf.
Wir erhalten die aktuellen MSCI-Daten wöchentlich, welche automatisiert in unser Data Warehouse (DWH) und in unsere Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingepflegt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über ein internes ESG-Tool auf die aktuellen Daten zugreifen. So kann das Portfolio Management bspw. die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Es werden keine Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen. Die von MSCI verwendeten Daten bestehen aus veröffentlichten und geschätzten Daten. Grundsätzlich nutzen wir die von den Unternehmen veröffentlichten Daten. In Abhängigkeit von deren Qualität und Verfügbarkeit greifen wir jedoch gegebenenfalls auch auf geschätzte Werte von MSCI zurück.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten eine Herausforderung. Die Abdeckung bei externen ESG-Analysen für kleinere und mittelgroße Unternehmen ist tendenziell schlechter als für große Unternehmen. Sollten die relevanten Daten zur Überprüfung der ESG-Kriterien auch im direkten Kontakt mit dem Unternehmen nicht beschafft werden können, wird von einer Investition abgesehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale stets erfüllt werden. Potenzielle Risiken durch eine geringe Datenqualität werden durch Plausibilitätschecks mitigiert.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Unsere internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Sollte ein Unternehmen im Industrievergleich schlechte CO2-Werte bzw. mangelnde Diversität in Leitungs- und Kontrollorganen aufweisen, treten wir in einen formalen Engagement-Prozess ein. Das Unternehmen bleibt für uns nur investierbar, wenn für uns nachvollziehbare Pläne zur Verbesserung dieser nachteiligen Auswirkungen vorliegen bzw. diese mit dem Unternehmen im direkten Dialog vereinbart werden können. Für diese Unternehmen dokumentieren wir die Pläne, die angestrebten und die umgesetzten Veränderungen. Treten die gewünschten Veränderungen nicht ein bzw. zeigt das Unternehmen nicht die vereinbarte Bereitschaft, folgt nach mehreren Eskalationsstufen der Verkauf der Position als Ultima Ratio. Das oben beschriebene Engagement kann dabei immer nur für CO2-bezogene PAIs oder Geschlechtervielfalt in Leitungs- und Kontrollorganen angewandt werden. Bedarf ein Investment in ein Unternehmen Engagement bei beiden genannten Bereichen, sehen wir von einem Investment ab.
Als Wandelanleihen-Investor besitzen wir kein Stimmrecht und nehmen daher nicht an Hauptversammlungen Teil. Die allgemeinen Grundsätze zur Stimmrechtsausübung von Lupus alpha finden sich hier.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 13.05.2025 | Aufnahme der PAB-Kriterien sowie weiterer Ausschlusskriterien Einführung eines Mindestanteils nachhaltiger Investitionen (51%) Integration der Positivselektion in die Methodik zur Bewertung nachhaltiger Investitionen Redaktionelle Änderungen |
| 22.11.2024 | Redaktionelle Änderungen |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Zusammenfassung
Der Fonds ermöglicht Investoren ein globales und risikokontrolliertes Investment in Aktien. Dabei bewirbt er ökologische und soziale Merkmale gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) und verpflichtet sich zu einem Mindestanteil nachhaltiger Investitionen von 50%. Investiert wird in Finanzinstrumente, die nach Nachhaltigkeitsgrundsätzen ausgewählt werden. Hierzu werden über Ausschlüsse Kriterien aus den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) berücksichtigt. Es wird nicht in Finanzinstrumente investiert, die die Paris-aligned Benchmark (PAB)-Kriterien verletzen, in anderweitigen kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind, gegen internationale Normen verstoßen oder signifikante nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) haben. Darüber hinaus wird durch eine aktive Mitwirkungspolitik (Stimmrechtsausübung) Einfluss auf relevante ESG-Themen genommen.
Die Nachhaltigkeitsindikatoren werden auf Grundlage externer ESG-Daten von MSCI erfasst und bewertet. Datenlücken werden durch alternative Datenquellen versucht zu schließen. Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert, sodass eine Erfüllung der beworbenen Merkmale sichergestellt ist.
Kein nachhaltiges Investitionsziel
Mit diesem Finanzprodukt werden ökologische oder soziale Merkmale beworben, aber keine nachhaltigen Investitionen angestrebt. Dennoch verpflichtet sich der Fonds, mindestens 50% des Fondsvermögens in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente zu investieren, die die Kriterien einer nachhaltigen Investition erfüllen. Damit eine Investition entsprechend ihrem Anteil am Fondsvermögen bewertet werden kann, müssen die folgenden drei Kriterien erfüllt sein:
- Positiver Beitrag zu einem Nachhaltigkeitsziel: Ein Investment/Unternehmen gilt für uns dann als explizit nachhaltig, wenn seine Produkte bzw. sein operatives Verhalten auf mindestens eines der Sustainable Development Goals (SDGs) ausgerichtet (engl.: Aligned oder Strongly Aligned) ist und es gleichzeitig mit seinen Produkten bzw. seinem operativen Verhalten keinem der anderen SDGs entgegenwirkt (engl.: Misaligned oder Strongly Misaligned).
- Do-no-significant-harm (DNSH)-Prinzip: Investitionen/Unternehmen müssen dem Grundsatz entsprechen, keinen erheblichen Schaden anzurichten. Für diese Bewertung analysieren wir (1) erweiterte Ausschlusskriterien und (2) alle relevanten PAIs. Für die relevanten PAIs definieren wir spezifische Kriterien und Schwellenwerte. Wird bei einer Investition mindestens gegen zwei dieser Kriterien bzw. Schwellenwerte verstoßen, kann diese nicht als nachhaltig eingestuft werden. Aufgrund der teils noch unzureichenden Datenqualität wird erst bei zwei Verstößen eine Nicht-Nachhaltigkeit festgestellt. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass Investitionen wegen möglicher Datenfehler ausgeschlossen werden. Für PAIs, die wir als besonders kritisch einstufen (bspw. Engagement in umstrittenen Waffen), wird jedoch bereits im Vorfeld durch eine genauere Prüfung auch ein Ausschluss bei einer Verletzung sichergestellt. Weiterführende Details, einschließlich der konkreten erweiterten Ausschlusskriterien, der berücksichtigten PAIs sowie der dazugehörigen Kriterien und Schwellenwerte, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
- Gute Governance: Unternehmen müssen ein Mindest-ESG-Rating von BB aufweisen, um eine gute Unternehmensführung zu gewährleisten.
Die allgemeinen Mindeststandards des Fonds finden auch bei nachhaltigen Investitionen Anwendung: Unabhängig davon, ob eine Investition als nachhaltig gewertet werden kann oder nicht, schließen wir Investitionen aus, die gegen diese Standards (inkl. OECD-Leitsätze, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, UNGC-Prinzipien, ILO-Kernarbeitsnormen) verstoßen.
Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts
Bei der Umsetzung der Strategie des Fonds werden ökologische und soziale Merkmale berücksichtigt. Dabei werden Investitionen in Finanzinstrumente unter Ausschluss von nicht-nachhaltigen Geschäftsmodellen (z.B. Abbau von Kraftwerkskohle oder Generierung von Atomstrom) bzw. Einhaltung von Mindeststandards getätigt (z.B. Verstöße gegen den UN Global Compact). Die Prüfung inkludiert die von der EU entwickelten Paris-aligned Benchmark (PAB)-Kriterien. Eine detaillierte Beschreibung der Ausschlusskriterien findet sich in der ESG-Methodik des Fonds im Download-Bereich.
Anlagestrategie
Der Fonds ermöglicht Investoren ein globales und risikokontrolliertes Investment in Aktien. Es kann an den Ertragschancen der globalen Aktienmärkte partizipiert werden. Durch aktive Steuerung des Risikos soll der maximale kalenderjährliche Verlust bei negativer Marktentwicklung auf -10% begrenzt werden. Die Umsetzung erfolgt über Aktien sowie börsengehandelte Derivate (Futures, Optionen) und berücksichtigt eine Vielzahl an Nachhaltigkeitskriterien. Als Basisportfolio dient ein liquides Rentenportfolio mit hoher Bonität.[
Um kontinuierlich die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale zu erfüllen, umfasst unsere Anlagestrategie die folgenden Komponenten:
- Negativ-Screening-Prozess: Ausschließlich Titel, die nicht gegen die folgenden ESG-Mindeststandards des Fonds verstoßen, sind investierbar:
- Von der EU entwickelte Kriterien, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen stehen (PAB-Kriterien – Englisch: Paris-aligned benchmark criteria)
- Weitere umsatzbasierte Filter, um Investitionen in kontroverse Geschäftsbereiche auszuschließen.
- Weitere normbasierte Filter, um Investitionen auszuschließen, die nicht in Einklang mit international anerkannten Standards stehen.
- PAI-Screening, um Investitionen mit nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsindikatoren in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) und Unternehmensführung (G) auszuschließen.
- Aktive Mitwirkungspolitik: Stimmrechte, die sich aus den Aktien im Portfolio ergeben, werden aktiv auf Hauptversammlungen wahrgenommen.
Die Anlagestrategie des Fonds beinhaltet zudem nachhaltige Investitionen, wie im Abschnitt „Kein nachhaltiges Investitionsziel“ erläutert.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Unternehmensführung (Governance) die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und langfristiges Bestehen eines Unternehmens bildet. Durch Governance-bezogene Ausschlusskriterien setzen wir einen Mindeststandard. Darüber hinaus sind Governance-Themen Bestandteil jeder Analyse der Tagesordnungspunkte vor einer Hauptversammlung.
Weiterführende Details, einschließlich der genauen Ausschlusskriterien, sind in der ESG-Methodik des Fonds beschrieben, die im Download-Bereich verfügbar ist.
Aufteilung der Investitionen
Mit dem Fonds werden ökologische und soziale Merkmale beworben. Mindestens 80% des Fondsvermögens werden in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente investiert, die diese Merkmale erfüllen. Zusätzlich screenen wir auch die Unternehmen, die den Einzelaktienderivaten zugrunde liegen, nach diesen Merkmalen. Zur Erreichung der Merkmale erfolgen keine indirekten Investitionen in Zielfonds. Darüber hinaus werden mindestens 50% des Fondsvermögens in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente investiert, die die Kriterien einer nachhaltigen Investition gemäß Art. 2(17) der EU-Offenlegungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2088) erfüllen. Dieser Mindestanteil beinhaltet sowohl nachhaltige Investitionen mit einem Umweltziel (nicht taxonomiekonform) als auch nachhaltige Investitionen mit einem sozialen Ziel. Der Fonds kann Investitionen tätigen, die weder auf ökologische oder soziale Merkmale ausgerichtet sind noch als nachhaltige Investitionen eingestuft werden. Hierunter fallen Bankeinlagen und Devisentermingeschäfte, die dem Liquiditätsmanagement bzw. der Währungsabsicherung dienen.
Überwachung der ökologischen oder sozialen Merkmale
Die Einhaltung der relevanten Nachhaltigkeitskriterien wird kontinuierlich sowohl von der Complaince-Abteilung also auch vom Risiko-Management und Portfolio Management überwacht. Auf Compliance-Seite nutzen wir den Compliance-Manager von SimCorpDimensions (SCD). Alle Ausschlusskriterien und Limits sind in SCD kodiert, sodass vor einer Transaktion („pre-trade“) sichergestellt ist, dass keine Investition getätigt werden kann, die gegen die festgelegten ESG-Kriterien verstößt. Sämtliche getätigte Investitionen werden auch nachträglich („post-trade“) kontinuierlich auf ihre Übereinstimmung mit den ESG-Kriterien überprüft. Sollten sich bei einer Investition ESG-Kriterien zum Negativen verändern, sodass die beworbenen Merkmale nicht mehr erfüllt werden, reagieren wir unverzüglich und veräußern die Position marktschonend. Darüber hinaus misst unser Risiko-Management relevante ESG-Kennzahlen auf Fondsebene und erstellt interne ESG-Risiko-Reports, um Nachhaltigkeitsrisiken zeitnah zu erkennen und zu analysieren. Über ein internes ESG-Tool kann außerdem das Portfolio Management die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien jederzeit überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Sowohl die Prüfungen in SCD, die Messungen im Risiko-Management als auch das interne ESG-Tool basieren auf wöchentlichen Daten unseres externen Research-Anbieters MSCI. Die von MSCI zur Verfügung gestellten Informationen werden intern validiert: Einerseits durch Qualitäts-Checks unserer Risiko-Management-Abteilung und andererseits durch das Portfolio Management. Für Emittenten, die nicht von MSCI abgedeckt werden, führen wir eigenständige Prüfungen hinsichtlich der relevanten ESG-Kriterien durch. Ist eine interne Prüfung in diesen Fällen nicht möglich, verzichten wir auf eine Investition.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Methoden
Um sicherzustellen, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale im Sinne der Anlagestrategie des Fonds eingehalten werden, haben wir verbindliche Ausschlusskriterien für alle Finanzinstrumente im Fonds definiert. Lupus alpha stellt auf seiner Webseite fondsspezifische ESG-Methodendokumente zur Verfügung, die die angewendeten Methoden näher erläutern.
Für die Messung der ESG-Kriterien stützt sich Lupus alpha vorwiegend auf extern beschaffte Daten, die wir kontinuierlich auf ihre Qualität überprüfen.
Datenquellen und -verarbeitung
Die im Fonds beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale werden mit Hilfe unseres externen Research-Anbieters MSCI geprüft. Sollten für ein Unternehmen keine MSCI-Daten verfügbar sein, erfolgt die Datenerhebung über alternative Datenanbieter.
Um die Datenqualität sicherzustellen, führt unsere Risiko-Management-Abteilung automatisierte Qualitätschecks durch und behebt eventuelle Datenfehler im Austausch mit dem Datenanbieter. Bei unplausiblen Daten erfolgt eine detaillierte Analyse.
Wir erhalten die aktuellen MSCI-Daten wöchentlich, welche automatisiert in unser Data Warehouse (DWH) und in unsere Compliance-Software SimCorp Dimensions (SCD) eingepflegt werden. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können über ein internes ESG-Tool auf die aktuellen Daten zugreifen. So kann das Portfolio Management bspw. die Konformität seiner Investitionen mit den ESG-Kriterien überprüfen, Einzeltitel detailliert analysieren und aggregierte Portfolio-Kennzahlen (KPIs) auswerten.
Es werden keine Schätzungen durch Lupus alpha vorgenommen. Die von MSCI verwendeten Daten bestehen aus veröffentlichten und geschätzten Daten. Grundsätzlich nutzen wir die von den Unternehmen veröffentlichten Daten. In Abhängigkeit von deren Qualität und Verfügbarkeit greifen wir jedoch gegebenenfalls auch auf geschätzte Werte von MSCI zurück.
Beschränkungen hinsichtlich der Methoden und Daten
Grundsätzlich ist die Verfügbarkeit und Qualität von ESG-Daten eine Herausforderung. Sollten die relevanten Daten zur Überprüfung der ESG-Kriterien auch durch alternative Quellen nicht beschafft werden können, wird von einer Investition abgesehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale stets erfüllt werden. Potenzielle Risiken durch eine geringe Datenqualität werden durch Plausibilitätschecks mitigiert.
Sorgfaltspflicht
Lupus alpha hat die relevanten Nachhaltigkeitsaspekte der Strategie in die bestehenden Sorgfaltsprüfungsverfahren zur Auswahl und Überwachung von Anlagen integriert. Unsere internen Prozesse werden sorgfältig dokumentiert und regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft. Zudem sorgt eine interne Organisationsstruktur, bestehend aus der Compliance-Abteilung, dem Risiko-Management und der internen Revision, für eine kontinuierliche Überwachung und Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien.
Extern unterziehen wir uns jährlich einer Prüfung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer, um die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards sicherzustellen.
Mitwirkungspolitik
Für Lupus alpha hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte ihrer Investoren gegenüber den Aktiengesellschaften einen hohen Stellenwert. Das Stimmrecht ist eines der wertvollsten Rechte des Aktionärs und verpflichtet zu einem verantwortungsvollen Umgang damit. Relevante ESG-Themen sind in unserer Abstimmungspolitik verankert. Unsere Grundsätze zur Stimmrechtsausübung finden sich hier.
Bestimmter Referenzwert
Es wurde kein Referenzwert definiert, um festzustellen, ob der Fonds auf die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale ausgerichtet ist.
Änderungshistorie
| 30.04.2025 | Aufnahme der PAB-Kriterien Einführung eines Mindestanteils nachhaltiger Investitionen (50%) Streichung Best-in-Class-Ansatz Redaktionelle Änderungen |
| 22.11.2024 | Redaktionelle Änderungen |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Änderungshistorie
| 14.10.2025 | Einführung der Versionierung |
| 14.11.2024 | Initiale Version |
Offenlegungen nach SFDR / Offenlegungsverordnung
Gemäß der Artikel 3, 4 und 5 der Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor sind Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater seit März 2021 aufgefordert, über Ihre Integration von Nachhaltigkeitsrisiken als auch der Berücksichtigung von nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren im Investitionsentscheidungsprozess sowie der Anlageberatung und über den Einklang von Vergütungspolitik und mit Nachhaltigkeitsrisiken Auskunft zu geben. Nachfolgend finden Sie die Erklärungen von Lupus alpha.
Transparenz bei den Strategien im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken (Artikel 3)
Grundsätzlich bezeichnen Nachhaltigkeitsrisiken Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt (E), Soziales (S) oder Unternehmensführung (G), durch deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf den Wert unserer Investments eintreten könnten. Nachhaltigkeitsrisiken können entweder ein eigenes Risiko darstellen oder Auswirkungen auf andere Risikoarten – wie Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, operationelle Risiken, strategische oder Reputationsrisiken – haben.
Die Erfassung, Analyse und Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken ist ein Bestandteil sowohl vor der Investitionsentscheidung als auch bei der laufenden Überwachung bestehender Investitionen. Die kontinuierliche Messung von Nachhaltigkeitsrisiken sowie deren internes Reporting erfolgt im Risiko-Management für alle Anlageklassen als Teil des Gesamt-Risiko-Management-Prozesses. Das Portfolio Management greift über interne ESG-Risiko-Reports auf die Analyse zu und integriert diese, zusammen mit weiteren investitionsrelevanten Informationen, in den Investmentprozess.
Zusätzlich werden Nachhaltigkeitsrisiken in Abhängigkeit von der jeweiligen Anlagestrategie berücksichtigt, unter anderem durch Ausschlusslisten, Umsatzgrenzen, Positivkriterien, die Berücksichtigung wesentlicher nachteiliger Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (PAIs) sowie durch die Ausübung von Stimmrechten und aktives Engagement.
Mehr Information finden Sie hier.
Transparenz nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Ebene des Unternehmens – PAI-Statement (Artikel 4)
Die Lupus alpha Asset Management AG und die Lupus alpha Investment GmbH berücksichtigen die wichtigsten nachteiligen Auswirkungen ihrer Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Das aktuelle PAI-Statement finden Sie hier.
Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken (Artikel 5)
Im Rahmen der Veröffentlichung unserer Vergütungspolitik gibt Lupus alpha an, inwiefern diese im Einklang mit der Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken steht. Unsere Vergütungspolitik finden Sie unter den Pflichtveröffentlichungen hier.