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25 Jahre Lupus alpha Smaller German Champions

„Die Chancen waren immer da, sie haben nur von Dekade zu Dekade ihr Gesicht verändert.“

25 Jahre, 1.000 % Performance: Seit einem Vierteljahrhundert beweist der Lupus alpha Smaller German Champions, dass erfolgreiche Investments in deutsche Nebenwerte auch dann möglich sind, wenn Deutschland selbst gerade nicht als Wachstumsstory gilt. Grund genug Portfolio Manager Björn Glück über die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu befragen. Ein Gespräch darüber, warum er die Stärke deutscher Unternehmen höher gewichtet als die Schwächen des Standorts, wie sich das Anlageuniversum über die Jahre verändert hat und weshalb aktives Stock Picking gerade heute wieder an Bedeutung gewinnt.

 

17.08.2026

Der Lupus alpha Smaller German Champions hat über 25 Jahre eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben: 1.000 % Performance, das entspricht 10,75 % p.a. mit einem Alpha von 2,23% p.a., nach Kosten.* Wenn man jedoch die Schlagzeilen der letzten Jahre liest, könnte man meinen, Deutschland sei für Anleger ein Ort, den man besser meidet. Björn, Du managt den Fonds seit 15 Jahren, was kannst Du aus Deiner Erfahrung sagen, wie passt das zusammen?

Björn Glück: Man darf die deutsche Volkswirtschaft nicht mit den Unternehmen verwechseln. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Viele der Firmen, in die wir investieren, sind Weltmarktführer in ihren Nischen, international aufgestellt und deutlich flexibler als man vielleicht vermutet. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen reagieren oft sehr schnell auf Veränderungen und erschließen neue Märkte, wenn es nötig ist. Deshalb kann man auch in Phasen, in denen Deutschland als Standort kritisch gesehen wird, mit diesen Unternehmen sehr erfolgreich Geld verdienen. 

„Man kann auch in Phasen, in denen Deutschland als Standort kritisch gesehen wird, mit diesen Unternehmen sehr erfolgreich Geld verdienen.“ 
Björn Glück
Portfolio Manager Lupus alpha

Für viele Anleger klingt „deutsche Nebenwerte“ immer noch nach einer kleinen Nische. Wie groß ist das Spielfeld eigentlich, auf dem Du unterwegs bist?

Größer, als viele denken. Unser investierbares Universum umfasst rund 250 Unternehmen. Das reicht von Gesellschaften mit wenigen hundert Millionen Euro Marktkapitalisierung bis zu größeren MDAX-Werten und inzwischen auch einzelnen Unternehmen, die durch die DAX-Erweiterung dort gelandet sind. Das Schöne daran: Es gibt ständig neue Entwicklungen, neue Gewinner und neue Geschäftsmodelle. Gleichzeitig ist der Markt noch überschaubar genug, um jedes Unternehmen wirklich intensiv zu verfolgen. Genau darin liegt seit vielen Jahren einer unserer Vorteile.

Was macht Lupus alpha in diesem Segment eigentlich anders als viele der großen Wettbewerber?

Ein wichtiger Punkt ist die Kontinuität, gerade personell. Bei uns beschäftigen sich dieselben Portfolio Manager seit vielen Jahren mit denselben Unternehmen und demselben Marktsegment. Dadurch entsteht Erfahrung, die man nicht von heute auf morgen aufbauen kann. Gleichzeitig haben wir die Freiheit, unsere Überzeugungen konsequent umzusetzen. In Phasen, in denen Stock-Picking wieder stärker honoriert wird, sollte sich genau dieser Vorteil besonders auszahlen.

Björn, Du managt den Fonds jetzt seit über 15 Jahren, was fasziniert Dich nach all den Jahren noch immer an dem Beruf Portfolio Manager?

Man muss eine Leidenschaft fürs Stock Picking haben. Man muss mit den Unternehmen sprechen, man muss sich informieren, schauen, was sie machen, das Ganze kontinuierlich überprüfen. Zum Beispiel, wenn Quartalszahlen kommen: passt das? Stimmt das überein mit dem, was Sie gesagt haben? Das mache ich Quartal für Quartal, Woche für Woche, Tag für Tag. Und das macht mir Spaß.

„Man muss eine Leidenschaft fürs Stock Picking haben.“ 
Björn Glück
Portfolio Manager Lupus alpha

Wenn man auf die vergangenen 25 Jahre zurückblickt: Was war aus Deiner Sicht der wichtigste Renditetreiber – und welche sind es aktuell?

Deutschland hat sich in dieser Zeit permanent verändert. Vor 15 Jahren waren Solarunternehmen die großen Stars, danach dominierten Autozulieferer und Maschinenbauer, heute spielen Themen wie Halbleiter, Digitalisierung oder Rüstung eine wichtige Rolle. Unser Ansatz war immer, diese strukturellen Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Unternehmen zu identifizieren, die davon profitieren. Die Chancen waren immer da, sie haben nur von Dekade zu Dekade ihr Gesicht verändert. 

Deutsche Aktien hatten in den vergangenen Jahren viel Gegenwind. Hast Du das Gefühl, dass sich das Blatt langsam wieder wendet?

Ja, durchaus. Die letzten Jahre waren für deutsche Nebenwerte eine echte Durststrecke. Inzwischen sehen wir aber erste Anzeichen einer Verbesserung. Die Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf, die Investitionen der Fiskalpakete kommen langsam an und viele Unternehmen berichten wieder konstruktiver über ihre Geschäftsaussichten. Vor allem ist der permanente Gegenwind nicht mehr so stark wie noch vor wenigen Jahren. Das allein schafft schon bessere Voraussetzungen für den Markt. 

Warum sollten Anleger gerade jetzt wieder genauer auf deutsche Nebenwerte schauen?

Weil die Ausgangslage aus meiner Sicht deutlich besser ist, als viele glauben. Deutschland wurde von Investoren über Jahre abgeschrieben, das haben wir schon einmal erlebt. Gleichzeitig sind viele Unternehmen hervorragend aufgestellt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnten sich schrittweise verbessern. Nach vier schwierigen Jahren sehe ich deshalb eine gute Chance, dass deutsche Aktien wieder stärker in den Fokus rücken. Wenn dann die ausländischen Kapitalströme zurückkehren, kann das die Entwicklung potenzieren. Damit könnte ein Umfeld entstehen, das attraktive Renditen für die kommenden Jahre ermöglicht. 

„Es könnte ein Umfeld entstehen, das attraktive Renditen für die kommenden Jahre ermöglicht.“ 
Björn Glück
Portfolio Manager Lupus alpha

Viele Anleger fragen sich, ob aktives Fondsmanagement angesichts von ETFs überhaupt noch eine Zukunft hat. Wie siehst Du das?

ETFs machen mir keine Angst. Sie verändern allerdings die Spielregeln. Kursbewegungen laufen heute oft viel schneller ab als früher, sowohl nach oben als auch nach unten. Dadurch steigt die Bedeutung aktiver Entscheidungen sogar eher. Wer Unternehmen wirklich versteht und flexibel agiert, kann diese Marktbewegungen nutzen. Deshalb bin ich überzeugt, dass gutes Stock Picking gerade in einem dynamischen Marktumfeld weiterhin Mehrwert schaffen kann.

* Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. Auflage des Lupus alpha Smaller German Champions A am 3.8.2001. Die Wertentwicklung bezieht sich auf den Lupus alpha Smaller German Champions C, Auflage am 8.1.2002. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. 

Weiterführende Informationen

„Der Begriff Nebenwerte ist fast eine Beleidigung“

CIO Dr. Götz Albert im Interview mit Malte Dreher beim Private Banking Magazin

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Lupus alpha Smaller German Champions C (ISIN: LU0129233507)

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