Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

Mehr zum Lupus alpha Dividend Champions

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Die Nennung von Unternehmen erfolgt beispielhaft zu illustrativen Zwecken. Anleger sollten daraus weder einen Hinweis zum Kauf noch zum Verkauf von Unternehmensaktien ableiten.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung zu allgemeinen Informationszwecken und nicht um ein investmentrechtliches Pflichtdokument. Die dargestellten Informationen stellen keine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung dar. Sie enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentlichen Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen. Sämtliche Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Portfolio-Managers / der Vertreter wieder und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Weder diese Werbemitteilung noch ihr Inhalt noch eine Kopie davon darf ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Lupus alpha Investment GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt oder an Dritte übermittelt werden. Mit der Annahme dieses Dokuments wird die Zustimmung zur Einhaltung der oben genannten Bestimmungen erklärt. Änderungen vorbehalten.

Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

Mehr zum Lupus alpha Dividend Champions

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Die Nennung von Unternehmen erfolgt beispielhaft zu illustrativen Zwecken. Anleger sollten daraus weder einen Hinweis zum Kauf noch zum Verkauf von Unternehmensaktien ableiten.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung zu allgemeinen Informationszwecken und nicht um ein investmentrechtliches Pflichtdokument. Die dargestellten Informationen stellen keine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung dar. Sie enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentlichen Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen. Sämtliche Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Portfolio-Managers / der Vertreter wieder und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Weder diese Werbemitteilung noch ihr Inhalt noch eine Kopie davon darf ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Lupus alpha Investment GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt oder an Dritte übermittelt werden. Mit der Annahme dieses Dokuments wird die Zustimmung zur Einhaltung der oben genannten Bestimmungen erklärt. Änderungen vorbehalten.

Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

Mehr zum Lupus alpha Dividend Champions

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Die Nennung von Unternehmen erfolgt beispielhaft zu illustrativen Zwecken. Anleger sollten daraus weder einen Hinweis zum Kauf noch zum Verkauf von Unternehmensaktien ableiten.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung zu allgemeinen Informationszwecken und nicht um ein investmentrechtliches Pflichtdokument. Die dargestellten Informationen stellen keine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung dar. Sie enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentlichen Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen. Sämtliche Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Portfolio-Managers / der Vertreter wieder und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Weder diese Werbemitteilung noch ihr Inhalt noch eine Kopie davon darf ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Lupus alpha Investment GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt oder an Dritte übermittelt werden. Mit der Annahme dieses Dokuments wird die Zustimmung zur Einhaltung der oben genannten Bestimmungen erklärt. Änderungen vorbehalten.

Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

Mehr zum Lupus alpha Dividend Champions

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Die Nennung von Unternehmen erfolgt beispielhaft zu illustrativen Zwecken. Anleger sollten daraus weder einen Hinweis zum Kauf noch zum Verkauf von Unternehmensaktien ableiten.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung zu allgemeinen Informationszwecken und nicht um ein investmentrechtliches Pflichtdokument. Die dargestellten Informationen stellen keine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung dar. Sie enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentlichen Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen. Sämtliche Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Portfolio-Managers / der Vertreter wieder und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Weder diese Werbemitteilung noch ihr Inhalt noch eine Kopie davon darf ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Lupus alpha Investment GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt oder an Dritte übermittelt werden. Mit der Annahme dieses Dokuments wird die Zustimmung zur Einhaltung der oben genannten Bestimmungen erklärt. Änderungen vorbehalten.

Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

Mehr zum Lupus alpha Dividend Champions

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Die Nennung von Unternehmen erfolgt beispielhaft zu illustrativen Zwecken. Anleger sollten daraus weder einen Hinweis zum Kauf noch zum Verkauf von Unternehmensaktien ableiten.

Es handelt sich hierbei um eine Werbemitteilung zu allgemeinen Informationszwecken und nicht um ein investmentrechtliches Pflichtdokument. Die dargestellten Informationen stellen keine Kauf- oder Verkaufsaufforderung oder Anlageberatung dar. Sie enthalten nicht alle für wirtschaftlich bedeutende Entscheidungen wesentlichen Angaben und können von Informationen und Einschätzungen anderer Quellen/Marktteilnehmer abweichen. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Informationen wird keine Gewähr übernommen. Sämtliche Ausführungen gehen von unserer Beurteilung der gegenwärtigen Rechts- und Steuerlage aus. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Portfolio-Managers / der Vertreter wieder und können ohne vorherige Ankündigung geändert werden.

Weder diese Werbemitteilung noch ihr Inhalt noch eine Kopie davon darf ohne die vorherige schriftliche Zustimmung der Lupus alpha Investment GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt oder an Dritte übermittelt werden. Mit der Annahme dieses Dokuments wird die Zustimmung zur Einhaltung der oben genannten Bestimmungen erklärt. Änderungen vorbehalten.

Lupus alpha Dividend Champions

Die Unbeugsamen: Unternehmen die Krise können

Die Rezessions-Ängste in Europa nehmen zu. Viele Unternehmen haben mit hoher Inflation, stark steigenden Energiepreisen und Lieferketten-Engpässen zu kämpfen. Viele Unternehmen – doch längst nicht alle. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Segment Firmen, die „Krise können“. Marcus Ratz, Portfolio Manager des Lupus alpha Dividend Champions, erläutert im Interview, was Krisenresistenz für ihn bedeutet und auf welche Kriterien er bei der Titelselektion besonders achtet.

Herr Ratz, das Marktumfeld ist herausfordernd wie nie. Bedeutet die Arbeit als aktiver Portfoliomanager für Sie derzeit eher Lust oder Frust?

Ratz: Ich bin bereits im 22. Jahr bei Lupus alpha und habe in diesem Zeitraum schon einige Krisen gesehen. Doch die aktuelle Lage ist anders: Wir kämpfen mit einer hohen Inflation und vor unserer Haustür tobt eine schwere geopolitische Krise. In solch schwierigen Märkten spielen Makrodaten eine entscheidende Rolle. Wenn nicht die Qualität eines Unternehmens sondern Makrodaten den Kurs bestimmen, kann das für uns als Bottom-Up-getriebener Investor frustrierend sein. Aber solche Phasen sind uns bekannt und wir haben einen langen Atem.

Besonders spannend finde ich aber die großen Veränderungen und Umbrüche, die durch Energiekrise und Klimawandel entstehen. Dadurch müssen sich Märkte und Unternehmen verändern und ich sehe da neue Chancen. Denn es gibt gerade im Small & Mid Cap-Bereich Unternehmen, die selbst in konjunkturell schwierigen Fahrwassern hervorragend aufgestellt sind und hochflexibel auf neue politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren, die in der Lage sind, Krisen in ihrer „schöpferischen Zerstörung“ zu nutzen. Es gibt immer Gewinner und die gut aufgestellten Unternehmen setzen sich langfristig durch.

Sie setzen im Lupus alpha Dividend Champions auf europäische Small & Mid Caps. Warum dieser Schwerpunkt?

Ratz: Kleine und mittelgroße Unternehmen haben fokussierte Geschäftsmodelle und sind durch ihre schlanke Struktur und die kurzen Entscheidungswege in der Lage, sehr flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Krisen können diesen wendigen Unternehmen neue Handlungsspielräume eröffnen. Unser Ziel ist es, die Small & Mid Cap-Unternehmen zu finden, die Krisen gestärkt hinter sich lassen und sogar Marktanteile gewinnen können. In turbulenten und unsicheren Zeiten reduziert der Fokus auf solche krisenresistenten Qualitätsunternehmen das Risiko. Gerade in diesem volatilen und unsicheren Umfeld kann der Fonds deshalb für Investoren, die das Potenzial des Aktienmarkts nutzen wollen, eine gute Alternative sein.

Was macht für Sie ein Unternehmen aus, das besser durch eine Krise kommt als andere?

Ratz: Für die quantitative Vorauswahl aus den rund 1.000 europäischen Mittelstandsunternehmen haben wir konkrete Kriterien aufgestellt. Wir analysieren über einen längeren Zeitraum Umsatz-, Bilanzkennzahlen und Eigenkapitalquote. Die Unternehmen müssen jedes Jahr Gewinn machen – auch in Krisen. Auch die Dividendenzahlungen sind wichtig, hier ist die Kontinuität der Ausschüttungen entscheidend, mindestens 5 Jahre muss jedes Jahr eine zumindest gleichbleibende Dividende gezahlt worden sein, bei längerem Track Record sogar 10 Jahre! Das bedeutet andererseits, dass IPOs für uns keine Rolle spielen, ebenso wenig wie Wachstumsunternehmen, die noch ihr Wachstum finanzieren und erst kurzzeitig eine Dividende zahlen. Diese quantitative, erste Prozessstufe reduziert das große Anlageuniversum um rund 85 Prozent.

Und die zweite Stufe des Anlageprozesses?

Ratz: Die verbleibenden rund 130 bis 150 Unternehmen schauen wir uns ganz detailliert im Team an. Nur die besten 30-35 Unternehmen schaffen es in unser konzentriertes Portfolio. Von dem Potenzial und der Krisenresistenz dieser Unternehmen müssen wir voll überzeugt sein. Bei der Bottom-Up-Auswahl nutzen wir klassische Bewertungskriterien wie Bilanz, Verschuldungsquote, Dividende und Ergebniswachstum, im Vergleich zur Peergroup, aber auch im Vergleich zum Gesamtmarkt. Entscheidend ist auch die Marktpositionierung des Unternehmens, was gerade in Nischenmärkten von großer Bedeutung ist. Marktführer haben Preissetzungsmacht und können dadurch bessere Margen als der Wettbewerb erzielen. Kern unseres Prozesses sind aber die mehr als 1.500 persönlichen Unternehmensgespräche unseres Small & Mid Cap-Teams pro Jahr. Hier können wir uns von der Qualität und Strategie des Managements überzeugen, ein wichtiger Faktor gerade bei kleineren Unternehmen. Dieser Bottom-Up-Auswahlprozess hat sich die letzten 20 Jahre bei Lupus alpha hervorragend bewährt.

Können Sie ein Beispiel für ein krisenresilientes Unternehmen geben?

Ratz: Ein Beispiel ist D'Ieteren. Das Unternehmen mit einer Holdingstruktur aus fünf Bereichen ist strukturell sehr gut aufgestellt. Der wichtigste Geschäftsbereich ist Belron, der Weltmarktführer für Reparatur und Austausch von Autoglas und in Deutschland unter der Marke Carglass bekannt. Der Charme dieses Geschäfts liegt vor allem darin, dass immer mehr Fahrzeuge mit Assistenzsystemen wie Radar- oder Abstandssensoren verkauft werden, die sich in der Frontscheibe befinden. Bei einem Austausch der Scheibe muss die Software wieder rekalibriert werden. Das bedeutet für Carglass, dass durch die Sensoren der Preis für den Austausch der Scheibe deutlich teurer wird und gleichzeitig die hochmargige Rekalibrierung hinzukommt. Der Markt hat aus unserer Sicht das Potenzial, das in der Aktie steckt, noch nicht vollständig erkannt.

Welchen Mehrwert kann das Unternehmen aber gerade in der konjunkturell schwierigen Phase bieten?

Ratz: Um es einfach zu formulieren: Autos fahren auch in schwierigen Zeiten, Glasscheiben gehen auch in Rezessionen kaputt und Winter, der mit einer hohen Anzahl von Steinschlägen kaputte Glasscheiben verursacht, ist auch jedes Jahr. Das Unternehmen ist gut aufgestellt, in einem defensiven Geschäftsfeld tätig und sollte somit auch in einer rezessiven Marktphase nicht oder kaum unter Druck geraten.

Gibt es bei den beiden genannten Unternehmen aus zwei Branchen wichtige Gemeinsamkeiten?

Ratz: Ja, beide Unternehmen haben sehr gute und starke Managements und sind gut geführt. Das ist für uns ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Aktienauswahl. Anders als bei Großkonzernen gibt es bei kleineren und mittleren Unternehmen in der Regel weniger Hierarchien und Führungsebenen. Damit wird die Philosophie direkt im Unternehmen gelebt. Von der Qualität des Managements konnten wir uns in persönlichen Gesprächen mit den Unternehmen überzeugen.

Gibt es übergeordnete Trends, wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, die bei den favorisierten Firmen alle von großer Bedeutung sind?

Ratz: Nein, eher nicht. Die Klammer für unseren Fonds sind auch nicht Branchen oder Themen, sondern einzig und allein die Krisenresistenz der Unternehmen. Wir haben ein sehr breites Spektrum von defensiven Titeln bis hin zu Wachstumsaktien, aus sehr unterschiedlichen Branchen. Wir investieren nicht in Unternehmen, die ein sehr zyklisches Geschäft haben und in rezessiven Phasen Verluste machen. Kleine und schnell wachsende Unternehmen gehören ebenfalls nicht zu unserem Anlageuniversum. Denn viele dieser Unternehmen zahlen entweder keine, noch nicht lange genug Dividende oder sind noch verlustbringend.

Small & Mid Caps sind zuletzt stark unter Druck geraten. Besteht jetzt die Chance, günstig einzusteigen und dann von einer überproportionalen Erholung zu profitieren?

Ratz: Die Bewertung vieler Unternehmen ist durch die Korrektur günstiger geworden. Wir haben jedoch bisher noch kaum Auswirkungen auf die Gewinne der Unternehmen gesehen. Das ist sicherlich die große Unsicherheit. Daher lautet unsere Empfehlung, immer einen langfristigen Blick zu haben. Nicht von ungefähr sind viele unserer Kunden Pensionskassen und Investoren, die für ihre Altersvorsorge Geld anlegen. Ihre Kapitalanlage ist generell sehr langfristig ausgerichtet. Möchte man den jetzigen Kursrückgang zum Einstieg nutzen, würde ich empfehlen, nicht alles auf einmal zu investieren, sondern sukzessive verteilt über mehrere Monate und Quartale kontinuierlich Geld anzulegen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Small & Mid Caps dank ihrer Flexibilität eine Krise zumeist deutlich schneller hinter sich lassen können als Großkonzerne. Dann können Investoren das Potenzial dieser Anlageklasse voll nutzen.

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Annett Haubold
PR-Managerin, Communications
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Pressesprecherin, Communications
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