CLO

CLO zeigen Stärke bei steigenden Zinsen

Die US-Notenbank FED leitet die Zinswende ein und die Märkte reagieren mit steigenden Renditen. Das belastet die Anleihekurse, aber Zinsen gibt es für festverzinsliche Anlagen faktisch noch immer nicht. Als variabel verzinste Schuldpapiere bieten CLO ihren Investoren in diesem Marktumfeld nicht nur ein deutlich verringertes Durationsrisiko. Sie versprechen darüber hinaus bessere Rendite bei gleicher Bonität als klassische Investment Grade Unternehmensanleihen.

Nach Ende des erneut von Corona geprägten Jahres 2021 stehen Investoren 2022 noch immer vor der Frage, welche Alternativen sich ihnen zu klassischen Fixed Income Produkten bieten. Investment Grade Bonds liefern kaum noch, wenn nicht sogar negative, Erträge. High Yield Bonds werfen zwar noch Returns ab, sind vielen Investoren aber zu riskant. Das alles ist zwar nicht neu, hinzu kommen aber die wachsenden Inflationssorgen. Darauf reagierend hat die FED kürzlich Zinserhöhungen angekündigt. Diese sind vom Markt bereits eingepreist, doch weitere Zinsschritte sind durchaus möglich. Investoren stehen damit nicht mehr allein vor dem Problem zu niedriger Erträge bei zu hohem Bonitätsrisiko, sondern zusätzlich vor Durationsrisiken.

CLO bieten einen Ausweg aus dieser unbequemen Gemengelage. So bieten sie eine relativ hohe erwartete Rendite im Verhältnis zum Rating, weil Investment Grade CLO mit höheren Spread gehandelt werden als vergleichbare Investment Grade Unternehmensanleihen. Der höhere Spread ist auf Liquiditäts- und Komplexitätsprämien zurückzuführen. Sie erlauben es dem Investor, auskömmliche (zu mindestens positive) Erträge zu erzielen, ohne das gewünschte Risikoprofil aufgeben zu müssen.

 

Bessere Erträge als Investment Grade Anleihen

Anhand der Grafik ist zu erkennen, dass die CLO-Spreads deutlich über dem Investment Grade Bond Index liegen, der sich aus Bonds mit Ratings von BBB bis AAA zusammensetzt (ICE BofA Euro Corporate Index).

Zwar sind CLO volatiler als Investment Grade Bonds, allerdings hat man in der Coronakrise gesehen, dass sich die CLO-Preise nach deutlichen Drawdowns sehr schnell erholen konnten, als der Markt erkannte, dass die CLO-Tranchen mit gutem Bonitätsrating nicht von Ausfällen betroffen sein würden. Bereits wenige Tage nach den extremen Drawdowns verbreitete sich die Erkenntnis, dass der Markt CLO, und dabei insbesondere die Senior-Tranchen, ineffizient bepreist hatte. Dies trieb eine Rallye in die entgegengesetzte Richtung an, sodass die zuvor aufgelaufenen Verluste bereits nach rund 90 Tagen wieder aufgeholt waren. Eine extreme, gegenläufige Entwicklung wie diese ist im CLO-Markt nicht ungewöhnlich. Bereits in der Vergangenheit sind derartige Marktineffizienzen sichtbar geworden: Deutliche Verluste werden von starken Korrekturbewegungen abgelöst.

Variable Verzinsung senkt Durationsrisiken

Diese Argumente galten auch schon in den vergangenen Jahren. Was aber, getrieben durch die höhere Inflation, 2022 besonders wichtig wird, sind die geringeren Durationsrisiken der CLO. Das liegt an ihrer variablen Verzinsung, denn CLO sind in der Regel als Floater ausgestattet. Bei Wertpapieren mit einer Floating-Rate wird die Verzinsung in einem bestimmten Turnus (z.B. halb- oder vierteljährlich) an den Marktzins (+ Spread) angepasst. Das Durationsrisiko, das durch Zinsänderungen entsteht, ist somit relativ gering, weshalb auch CLO nur bedingt Durationsrisiken ausgesetzt sind.1

Und diese Risiken sind real: Schon auf die Ankündigung einer baldigen Straffung ihrer Geldpolitik seitens der US-Notenbank Fed haben die Märkte reagiert. Sollte sich zusätzlich die EZB dazu durchringen, die Zinsen wieder nachhaltig anzuheben, hätte dies noch massivere Auswirkungen auf europäische Fixed-Income Produkte. Die mit Zinserhöhungen einhergehenden Wertverluste würden zusätzlich auf den ohnehin schon minimalen Renditen der Anleihen lasten. Schon 2021 zeigte sich, dass Produkte ohne Floating-Eigenschaft deutlich sensitiver auf sich anbahnende Zinsveränderungen reagierten. (Grafik, Markierung “steigendes Zinsumfeld“)

Stabil bei steigenden Zinsen

Während CLO, hier dargestellt durch unseren Fonds Lupus alpha CLO High Quality Invest, sich 2021 sehr stetig entwickelten, reagierten Investment Grade Bonds deutlich stärker auf drohende Zinsanstiege.

Fazit

Betrachtet man die vergangenen fünf Jahre, lässt sich festhalten, dass CLO zwar bei Marktverwerfungen volatiler als Investment Grade Bonds reagieren, aber ein sehr niedriges Durationsrisiko aufweisen, was sich bei ggf. anstehenden Zinserhöhungen als wichtige Unterstützung im Rentenportfolio herausstellen dürfte. Während in der Vergangenheit Produkte mit hoher Duration von fallenden Zinsen profitiert haben (Grafik, Markierung „sinkendes Zinsumfeld“), dreht sich die Situation jetzt um 180 Grad: Die variabel verzinslichen CLO sind für die kommende Phase deutlich vorteilhafter positioniert. Diese Eigenschaft kombiniert mit dem attraktiven Rendite-/Risikoprofil aus höherem Spread bei gleichem Rating und niedrigen Ausfallraten, machen CLO für 2022 zu einer sehr vorteilhaften Investitionsmöglichkeit.

Mehr Informationen zum 
Lupus alpha CLO High Quality Invest A

[1] CLO investieren in Kredite an Unternehmen, deren Kuponhöhen vom kurzfristigen Zinssatz abhängig sind (variabler Kupon). Gleichzeitig finanzieren sich CLO ebenfalls über sogenannte variabel verzinsliche Anleihen. Dies hat, besonders in Phasen steigender Zinsen, den Vorteil, dass sowohl die Investitionsseite wie auch die Mittelherkunft von CLO wenig zinssensitiv reagieren.

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